Kollektivbibliothek + Anarchistisches Infocafe

präsentieren:

Montag, 23.Dezember ab 20 Uhr mit Snacks und Schokolade

im New Yorck / Bethanien Mariannenplatz 2a

Buchvorstellung und Debatte mit einer Aktivistin

über die Gelbwestenbewegung

(Mouvement des Gilets Jaunes)

Buch: Luisa Michael – Wir sollten uns vertrauen. Der Aufstand in gelben Westen

„Der Aufstand der Gelbwesten ist nicht vorbei – im Gegenteil, er scheint der Anfang von etwas zu sein, dem ein libertärer Zauber innewohnt“.

Die »Gilets Jaunes« haben die Gräben, die Frankreich zerreißen, schlagartig ausgeleuchtet: zwischen gleißender Metropole und vergessener Provinz; zwischen denen, die von der Abschaffung der Vermögensteuer profitieren, und denen, die auch mit Job kaum über die Runden kommen; zwischen denen mit allen Möglichkeiten und denen im gnadenlos ratternden Hamsterrad des Überlebens.

Die »Ökosteuer« auf Benzin war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat:

Die Unzufriedenheit über massive soziale Ungerechtigkeit und eine undemokratische Präsidialherrschaft explodierte und wurde rasch zu einer beflügelnden und konstruktiven Wut.

Die Forderungen nach echter demokratischer Teilhabe, sozialer Gerechtigkeit und wirkungsvoller Umweltpolitik einigen die äußerst heterogene Bewegung: Sehr unterschiedliche Segmente der französischen Gesellschaft entdecken bei den Gelbwesten ihre Gemeinsamkeiten, lernen sich kennen und respektieren, agieren zusammen und bilden seither ein neues politisches Subjekt, das sich nicht festlegen oder vereinnahmen lässt: Städtische Intellektuelle und rebellierende Jugendliche aus der Banlieue kommen zusammen, schwarze Nannys aus Paris und weiße Arbeitslose aus der Provinz, Anarchist*Innen, Gewerkschafter*innen und bisher unpolitische Kleinbürger*innen.

Von Anfang an hat sich die gelbe Bewegung auch mit bestehenden Kämpfen verbunden.

(Klappentext aus dem Buch von Luisa Michael)

Der Erfolg: Der Generalstreik, für den 5.12. von den Gewerkschaften ausgerufen, fällt mit Blockaden, z.B. von Raffinerien, Schulen und Uni-Instituten, wilden Demos, Generalversammlungen etc. weitaus radikaler, breiter und dauerhafter aus, als es sich Gewerkschaftsführungen oder Regierung in ihren schlimmsten Albträumen ausgemalt haben dürften.

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