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Juli/Julio/ July/ Juliol

1. Reclaim Your. City Bitte Lebn. Urbane Kunst und Subkultur in Berlin 2003–2021. Association A.

Ausgangspunkt dieser Arbeit ist der Frühling einer subkulturellen Bewegung im Umfeld ehemals besetzter Häuser, selbstverwalteter Projekte und ungenutzter Brachen im Zentrum Berlins. Eine Unzahl von Kollektiven ergriff die Gelegenheit, sich diese Räume anzueignen und sie jenseits der Spielregeln der kapitalistischen Marktwirtschaft zu nutzen. Eine seit Jahrzehnten gewachsene Graffiti-Szene traf sich mit Künstler*innen und Aktivist*innen aus aller Welt, um neue ästhetische Ausdrucksformen zu erfinden. Es folgte eine kreative Explosion in den Straßen.

An Oberflächen wie Wänden, Dächern, Verkehrsschildern, Sperrmüll oder Automaten entstanden unzählige Werke. Das Auskundschaften von leer stehenden Industrieanlagen, Hausdächern oder schwer zugänglichen Orten wurde zu einer Freizeitbeschäftigung. Mobile Soundsysteme eroberten mit Technopartys die Brachen und Parkanlagen. Urban Art wurde zum unübersehbaren Massenphänomen, als wäre ein Knoten geplatzt. Es war der euphorische Aufbruch einer Bewegung, von der einige glaubten, dass sie die Trennung zwischen Kunst und Alltagsleben auflösen und den öffentlichen Raum zu einem Gesamtkunstwerk umgestalten könnte. Werkstätten, Kiez- und Projektläden und andere Räume für nichtkommerzielle Kultur organisierten Veranstaltungen und Festivals, die zumindest eine Ahnung vermittelten, wie sich ein Leben nach dem Kapitalismus anfühlen könnte.

Die aneignerischen Praxen und Subkulturen laufen jedoch Gefahr, selbst zur Marke zu werden, zum Standortfaktor im Städtewettbewerb um die Gunst von Touristen, Investoren und Wirtschaftsunternehmen. 15 Jahre nach ihrem Aufblühen steht Urban Art vor der entscheidenden Fragestellung, wie sich der (sub-)kulturelle Aktivismus künftig verorten soll, wenn er seine Sprengkraft nicht einbüßen will.

2. Verändern wollte ich eine Menge. Aus dem Leben der Internationalistin Ellen Stêrk. Herausgeber:innenkollektiv (Hg.). 2022.

Diese aus vielen Perspektiven kollektiv zusammengetragene Biografie gibt Einblicke in die letzten Jahrzehnte radikal linker Bezüge und feministischer Organisierungsansätze.

Eine junge Frau kommt im Berlin der Nachwendezeit mit linker Politik in Berührung. Ihre Suche nach politischer Orientierung und Organisierung beginnt, von Anti-Atom-Protesten bis zur kurdischen Frauenbewegung, mit Träumen, Utopien und großen Entscheidungen. Ellen, die in Kurdistan den Namen Stêrk angenommen hat, ist seit ihrer Kindheit eine lebendige, kontaktfreudige Person. Ihre Ausstrahlung begeistert viele Menschen. Vom Erkennen der Widersprüche bis zur Entscheidung für die Revolution: Die tiefgreifenden Fragen, Entwicklungen und vielfältigen Projekte der Internationalistin stehen beispielhaft für die Biografie einer politisch entschlossenen Frau.

Das Zusammenspiel persönlicher Briefe, emotionaler Erinnerungen und sachlicher Informationen ermöglicht den Leser*innen Ellen Stêrk nach ihrem Tod zu begegnen. Ihre Geschichte lädt dazu ein, Utopien zu gewinnen, Internationalismus neu zu leben, sich zu organisieren und weiterzukämpfen.

3. Upping The Anti: A journal of Theory and Action no.22.

In this issue: Sarah Vance on educators against Ford * Sara Swerdlyk & Adrien Beauduin on resisting fascism in Budapest * S. Awasis on indigenous anarchism * Pablo Vivanco & Emilio Dabed on the chilean uprising * Ian Liujia Tian on leftist organizing in China * Yásnaya Elena A. Gil on resistance in Oaxaca * Toppling monuments in the South comic by Seth Tobocman & Maxine Allison Vande Vaarst* Roundtables on global uprising, climate justice, and the 2001 BC resistance movement * Book reviews and more…

4. Gutem Morgen, Güzelim! Geschichten vom Ankommen. Sevim Çelik-Lorenzen. Dagyeli. 2022.

Das in Ost und West berühmte Buch mit den Gesprächsprotokollen von Maxie Wander »Guten Morgen, du Schöne«, das ihr 1977 eine ältere Freundin in die Hand drückte, war Sevim Çelik-Lorenzen im Kopf, als sie begann, den Geschichten der türkischen Einwanderinnen der ersten Generation, damals Kinder oder junge Frauen, nachzuspüren. Die meisten waren schon über die 70, lebten allein oder in Altersheimen, einige verstarben mittlerweile. Und viele von ihnen sprachen zum ersten Mal über ihr Ankommen, über ihre Träume und Illusionen, über Enttäuschungen und Verletzungen, die sie erlitten hatten. Über harte, stumpfe Arbeit, Zurücksetzung, Aufstiegserfahrungen und Selbstbewusstsein. Über Solidarität und deutsch-türkische Freundschaften. Und vor allem über den Kampf gegen patriarchale Bevormundung und Gewalt, der bereits in der Türkei begonnen hatte und sich in Deutschland fortsetzte.

Herausgekommen ist ein vielseitiges Porträt der Einwanderungsgeschichte und weiblicher Schicksale. Ergänzt wird der Band mit Abbildungen aus Dokumentationsstellen und privaten Fotoarchiven.

5. Queer Turkey. Transnational Poetics of Desire. Ralph J.Poole. Trnscript. 2022.

Before President Erdogan’s repressive politics took hold, queer cultures were more visible than ever in Turkey. Queer Turkey offers a broad range of reflections on queer Turkish cultures within a transnational, Euro-American context. Based on his experience in Istanbul, Ralph J. Poole shares his impressions of queer desires between Muslim tradition and global pop, observes what goes on in the hamam, and wonders about Arabesk culture. The book features discussions of queer travel writers, poets, playwrights, and film directors. Their multifarious works manifest the subtle and subversive ways in which artists crisscross the cultural borders of East and West. With its many facets of Turkish-Euro-American cultural interactions, Queer Turkey outlines a kaleidoscope of transnational poetics.

6. Ein normales Leben. Vassilis Paleokostas. Bahoe books. 2022.

«Ein normales Leben» ist die Autobiografie von Vassilis Paleokostas, in der Öffentlichkeit als «griechischer Robin Hood» bekannt, bei der Polizei als «der Unfangbare». Er lebt im Untergrund, trotzt der Polizei und dem Staat und führt seit Jahrzehnten ein Leben auf der Flucht. Paleokostas ist in Griechenland eine Art moderner Volksheld, der bei Banküberfällen und Entführungen von Firmenchefs Millionen erbeutete, um das Geld an jene zu verteilen, die es am dringendsten benötigten. Am bekanntesten ist er jedoch für seine beiden Gefängnisausbrüche 2006 und 2009 aus dem Hochsicherheitstrakt des Athener Korydallos-Gefängnis mit einem Hubschrauber.

«Ein normales Leben» ist ein packender Bericht über das Leben auf der Flucht und im Gefängnis, über Verfolgungsjagden, waghalsige Eskapaden und die Komplizenschaft der Banditen.

Vassilis Paleokostas wird von den Behörden gehasst, er gilt als Terrorist, seine Freiheit ist eine ständige Beleidigung für den griechischen Staat – und seine Autobiografie avancierte zu einem Bestseller.

7. Take’em down: scattered monuments and queer forgetting. Simon(e) Van Saarloos. Guelph. 2022.

Who determines what is remembered and commemorated, and why? How can we commemorate something that is both in the past and a daily reality? In Take ‚Em Down, Simon(e) van Saarloos is inspired by the historically invisibilized lives of LGBT people and queers. They demonstrate the power of forgetting and wonder if and how it’s possible to live without a past. At the same time, Van Saarloos criticizes the way that a ‘white memory’—including their own—treats some stories as self-evident while other histories are erased.

8. Erfahrung Rojava. Berichte aus der Solidaritätsarbeit in Nord-Ostsyrien. Michael Wilk (Hrsg.) Edition AV. 2022.

Das Gesellschaftsmodell Nord-Ostsyriens, die Organisierung basisdemokratischer Selbstverwaltung, der Anspruch einer Gleichberechtigung der Geschlechter ist eine Herausforderung, die großen Einsatz, Mut und Kraft auf Seiten der Menschen Rojavas erfordert. Das Ringen um Autonomie gegenüber dem Assad-Regime, der Kampf gegen den IS und die Bedrohung durch das türkische Erdogan-Regime belasten den Kampf um Freiheit und Selbstbestimmung. Solidaritätsarbeit ist ein wichtiger unterstützender Faktor in diesem Prozess. Wie sehen, empfinden und bewerten Menschen ihren Einsatz unter diesen Bedingungen, welche Ansprüche vertreten sie, was hat sie motiviert, beflügelt oder auch enttäuscht. Wie manifestiert sich der Prozess der Erfahrung des voneinander Lernens in und um die Bewegung in Rojava in den Herzen und Köpfen der Helfenden?

9. Anarchism. The Feminist Connection. Peggy Kornegger. Active distribution. 2017.

Peggy Kornegger was an editor of the American feminist magazine “The Second Wave”. In this pamphlet she introduces people familiar with feminism to anarchism and the history of anarchy as a political movements and struggle. This text is still a good introduccion for those looking beyond the limits of mainstrem feminism to radical anarcha-feminist ideas.

10. Transgender History. The roots of today’s revolution. Susan Stryker. Seal Press. 2017.

Covering American transgender history from the mid-twentieth century to today, Transgender History takes a chronological approach to the subject of transgender history, with each chapter covering major movements, writings, and events. Chapters cover the transsexual and transvestite communities in the years following World War II; trans radicalism and social change, which spanned from 1966 with the publication of The Transsexual Phenomenon, and lasted through the early 1970s; the mid-’70s to 1990, the era of identity politics and the changes witnessed in trans circles through these years; and the gender issues witnessed through the ’90s and ’00s.

Transgender History includes informative sidebars highlighting quotes from major texts and speeches in transgender history and brief biographies of key players, plus excerpts from transgender memoirs and discussion of treatments of transgenderism in popular culture.

11. The Politics of Trauma: Somatics, Healing, and Social Justice. Staci K. Haines. North Atlantic Books. 2019.

An essential tool for healers, therapists, activists, and trauma survivors who are interested in a justice-centered approach to somatic transformation

The Politics of Trauma offers somatics with a social analysis. This book is for therapists and social activists who understand that trauma healing is not just for individuals—and that social change is not just for movement builders. Just as health practitioners need to consider the societal factors underlying trauma, so too must activists understand the physical and mental impacts of trauma on their own lives and the lives of the communities with whom they organize. Trauma healing and social change are, at their best, interdependent.

Somatics has proven to be particularly effective in addressing trauma, but in practice it typically focuses solely on the individual, failing to integrate the social conditions that create trauma in the first place. Staci K. Haines, somatic innovator and cofounder of generative somatics, invites readers to look beyond individual experiences of body and mind to examine the social, political, and economic roots of trauma—including racism, environmental degradation, sexism, and poverty. Haines helps readers identify, understand, and address these sources of trauma to help us bridge individual healing with social transformation.

12 . Herzschläge. Gespräch mit Ex-militanten der der Revolutionären Zellen. Assoziation A. 2022.

Die Revolutionären Zellen (RZ) waren ein militanter Zusammenhang, der von Anfang der 1970er bis zum Beginn der 1990er Jahre aktiv war.

Die RZ erfreuten sich in weiten Teilen der linksradikalen Szene großer Beliebtheit, da sie von wenigen Ausnahmen abgesehen, eng am Puls der sozialen Auseinandersetzungen agierten und versuchten, eine bewegungsnahe revolutionäre Politik umzusetzen.

Ihre Mitglieder sahen sich nicht als sogenannte Berufsrevolutionäre, sondern waren größtenteils selbst in zumeist autonomen Zusammenhängen aktiv und beteiligten sich an den damaligen Kämpfen wie beispielsweise der Jugendzentrums- und Häuserbewegung, der Anti-Atomkraft- oder der Startbahnbewegung in Frankfurt am Main. Darüber hinaus setzen sie entscheidende Impulse in der damaligen Flüchtlingsbewegung.

Das in diesem Buch aufgezeichnete Gespräch gibt nicht nur entscheidende Einblicke in den Gruppenzusammenhang der RZ, sondern ist als Teil einer kritischen Aufarbeitung ihrer eigenen Geschichte zu lesen. Es stellt unter anderem die Frage, welche Schlüsse aus den Erfahrungen der Gruppe für heutige Militante zu ziehen wären und welche Bedeutung sie für heutige und zukünftige Kämpfe haben könnten.

13. Männer, Männlichkeit und Liebe Der Wille zur Veränderung. Bell Hooks. Elisabeth Sandmann Verlag. 2022.

»Männer können nicht lieben, wenn ihnen die Kunst zu lieben nicht beigebracht wurde. Es ist nicht wahr, dass Männer sich nicht ändern wollen. Wahr ist, dass viele Männer Angst vor Veränderung haben. Um lieben zu können, müssen Männer imstande sein, sich von ihrem Wunsch zu verabschieden, andere zu beherrschen.«

Bell Hooks erforscht die Welt von Männern und Männlichkeit, um ihren Bedürfnissen und Verletzlichkeiten nachzuspüren, einschließlich der Angst vor Intimität und dem Verlust ihres vom patriarchalen System geprägten Platzes in der Gesellschaft. Sie stellt einfühlsam, feinsinnig und radikal dar, wie männliche Konditionierung Männer prägt und schädigt und ihnen den Zugang zu ihren Gefühlswelten verwehrt. Ihr Buch ruft auf zur Revolution der Werte, zum Abgesang auf traditionelle Männlichkeit und appelliert an uns alle, dem Ethos der Liebe zu folgen. Ein mutiger und wegweisender Text – die Wiederentdeckung einer großen Autorin.

14. Gegendiagnose II Beiträge zur radikalen Kritik an Psychologie und Psychiatrie. Esto Mader, Cora Schmechel, Alex Steinweg, Kim Kawalska (Hg.). Edition Assemblage. 2019.

Bald vier Jahre ist es her, seitdem der erste „Gegendiagnose“- Band der Reihe Get Well Soon! zur kritischen Analyse von Psycho- und Gesundheitspolitik erschienen ist. Im zweiten Band liegt der Schwerpunkt auf den Momenten, in denen „wir“ uns pathologisieren und selbst regieren und welche Rolle dabei Begriffe wie psychische Gesundheit und Krankheit, Normalität und Eigenverantwortung spielen. Die ‚zweite Gegendiagnose‘ zeichnet sich durch eine große Vielfalt an expliziter und reflektierter Diversität der Perspektiven aus, ebenso durch eine Varianz der Beitragsformen. Von wissenschaftlicher abstrakter Theoriearbeit und Analyse über autoethnografische Zugänge bis hin zu sehr persönlichen Erfahrungsberichten und Prosa, von der Betroffenen- über die Angehörigen-Perspektive bis hin zu der Perspektive der ‚Professionellen‘ sind vertreten. Dieses Nebeneinander der Perspektiven ist als Kritik an der vorherrschenden Definitionsgewalt der Psy-Disziplinen und ihrer Institutionen zu verstehen. Die Beiträge analysieren Mechanismen und Auswirkungen des neoliberalen psychologischen_psychiatrischen Gesundheitssystems und fragen nach Widerstandsmöglichkeiten auf unterschiedlichen Ebenen.

15. From the Fires of War: Ukraine’s Azov Movement and the Global Far Right.Michael Colborne. Ibidem. 2022.

From its roots in revolution and war, Ukraine’s Azov movement has grown from a militia of fringe far-right figures and football hooligans fending off Russian-backed forces into a multipronged social movement that has become the envy of the global far right. In this first English-language book on the Azov movement, Michael Colborne explains how Azov came to be and continues to exploit Ukraine’s fractured social and political situation―including the only ongoing war on European soil – to build one of the most ambitious and dangerous far-right movements in the world.

16. The Other Volunteers. American Anarchists and the Spanisch Civil War, 1936-1939. Kenyon Zimmer. 2016.

Work printed from Journal for the Study of Radicalism (2016) 10 (2): 19–52.

17. Psychiatrie überwinden. Auswege aus dem Geschäft mit dem Wahnsinn. Bonnie Burstow. DAMNMAD Kollektiv. Edition Assemblage. 2021.

Burstow geht einen Schritt weiter als andere Kritiker:innen der Psychiatrie und fordert nichts Geringeres als die Abschaffung der Psychiatrie, wie sie derzeit praktiziert wird.

Eine Welt ohne Psychiatrie – diese Vorstellung wirft Fragen auf: Wie wollen wir leben und miteinander umgehen? Was heißt schon normal?

Die kanadische Aktivistin und Wissenschaftlerin Bonnie Burstow hat sich mit diesen Fragen beschäftigt. Antipsychiatrie steht für sie dabei in dem größeren Kontext einer antikapitalistischen, einer besseren Welt. Mit Burstow begeben wir uns auf eine Reise, in die Vergangenheit, durch die Gegenwart, zu einer Zukunft: in eine Welt ohne Psychiatrie.

Die Geschichte der Psychiatrie antipsychiatrisch zu erzählen, zeigt wie sehr sich staatliche Herrschaft und Kapitalismus mit der angeblichen Fürsorge der vermeintlich Wahnsinnigen verbunden haben. Diese Verbindung tritt auch in den Prozessen auf, die zur Herstellung und Verabreichung von Psychopharmaka führen. Die Probleme mit dem weitverbreiteten Konsum von Psychopharmaka werden diskutiert sowie deren Wirkungsweisen erklärt. Abschließend eröffnet Burstow einen Ausblick auf eine Welt ohne Psychiatrie, die auf alltäglichen Interaktionen in einer veränderten Gesellschaft beruht.

Die einzigartige Methodik der institutionellen Ethnographie bietet eine umfassendere Kritik der Psychiatrie. Dies ist das rigoros recherchierte, aber leicht zugängliche Buch, auf das Wissenschaftler:innen und Aktivist:innen gewartet haben. Ein wertvoller Beitrag zur Diskussion über das Versagen der psychischen Gesundheitssysteme.

18. Fotografinnen an Der Front. Von Lee Miller bis Anja Niedringhaus. Anne-Marie Beckmann (Herausgeber), Felicity Korn (Herausgeber). Prestel. 2019.

Das Begleitbuch zur Ausstellung im Kunstpalast Düsseldorf (8. März bis 10. Juni 2019) hat den maßgeblichen Beitrag von Frauen zur Kriegsfotografie zum Thema

Entgegen der weitläufigen Vorstellung, die Kriegsfotografie sei ein von Männern dominiertes Berufsfeld, gibt es eine lange Tradition von in Kriegsgebieten tätigen Fotografinnen. Sie haben mit derselben Selbstverständlichkeit wie ihre männlichen Kollegen weltweite Krisen dokumentiert und unser Bild vom Krieg maßgeblich mitgeprägt.

Die Publikation präsentiert rund 120 Arbeiten von acht Fotografinnen aus den letzten 80 Jahren. Unter den Aufnahmen finden sich intime Einblicke in den Kriegsalltag und Zeugnisse erschütternder Gräueltaten ebenso wie Hinweise auf die Absurdität des Krieges und seiner Konsequenzen.

19. AktenEinsicht. Geschichten von Frauen und Gewalt. Christina Clemm. Verlag Antje Kunstmann. 2021.

Gewalt gegen Frauen ist ein alltägliches Phänomen, auch wenn sie nur selten öffentlich wird. »AktenEinsicht« erzählt Geschichten von Frauen, die körperlicher und sexualisierter Gewalt ausgesetzt waren, und vermittelt überraschende, teils erschreckende Einsichten in die Arbeit von Justiz und Polizei. Nach den neuesten Zahlen des BKA ist jede dritte Frau in Deutschland von physischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. Welche Lebensgeschichten sich hinter dieser erschreckenden Zahl verbergen, davon erzählt die Strafrechtsanwältin Christina Clemm, empathisch und unpathetisch. Alina ist nach Deutschland gekommen, um Geld zu verdienen. Sie wusste, dass sie wahrscheinlich nur als Prostituierte wird arbeiten können, und kommt gut damit zurecht. Mit Vielem hat sie gerechnet, aber nicht damit, dass ein Bekannter ihres Bruders ihr nachstellt und als sie ihn abweist versucht, sie auf offener Straße zu töten. Eva verlässt ihren Freund, der sie in den Bauch tritt, als sie schwanger ist. Er verfolgt sie, schickt Morddrohungen. Siebzehn Mal hatte sie ihn vergeblich bei der Polizei angezeigt, als ihre Tochter sie tot in ihrer Wohnung findet. Faizah wird von ihrem deutschen Ehemann schwer misshandelt. Einmal gelingt es ihr, sich nach draußen zu retten. Er folgt ihr, prügelt weiter, würgt sie, bis Passanten ihn festhalten und die Polizei holen. Wie gewinnt man nach einer Gewalterfahrung die Selbstachtung zurück, die Selbstbestimmung über das eigene Leben? Wie geht man damit um, dass die Polizei einen angekündigten Mord nicht ernst nimmt? Dass man einem Richter gegenübersteht, der auf dem rechten Auge blind ist? Was macht es mit den Betroffenen, die Täter wiedersehen zu müssen und sich bohrenden Fragen zur Tat zu stellen? Christina Clemm nimmt uns mit auf eine Reise in die Gerichtssäle der Republik, an die Tatorte, in die Tatgeschehen. Es sind Geschichten, die man nicht mehr vergessen wird.

20. TÄTER Das Männermagazin*. Denkodrom e.V. Essen 2021.

Täter – das Männermagazin* ist eine freie Text- und Bildsammlung zu den Themen Täterschaft, Männlichkeitskritik, Patriarchat, Betroffenheit. Diese und weitere Themen werden im Magazin aus feministischen Perspektiven beleuchtet.

21. BoyKott Magazin. Nr.2. 2022.

Das Magazin für die kritische Auseinandersetzung mit Männlichkeiten aus (pro)feministischen Perspektiven. Für Männer und gegen das Patriarchat! Nonprofit & diy!

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Mai/ MayoMayMaig

1. Putas, república y revolución. Marta Venceslao Pueyo, Mar Trallero y Genera. Virus Editorial. 2021.

Este libro es un mapeo de lo invisible, arqueología de una realidad: la de las trabajadoras sexuales durante el período republicano, la revolución y la guerra. Esta no solo ha sido negada y borrada de todos los mapas (los sociales, los políticos, los académicos e incluso los militantes), sino que sus protagonistas han sido condenadas a la inexistencia.

Eso ha obligado a resignificar documentos como las fichas policiales o médicas (los mecanismos de control de los cuerpos de las mujeres), o a reconstruir fragmentos de memoria con los testimonios de terceros, como los que figuran en algunas obras literarias, históricas o biográficas. Todo para comprender en qué contexto tenían que desarrollar sus estrategias vitales y políticas las mujeres que ejercían la prostitución.

Frente al hábito histórico e historiográfico que las presenta como agentes sociales de contagio no ya sanitario, sino moral, aquí se da noticia de trabajadoras sexuales enroladas como milicianas, de casas de trabajo colectivizadas o de la creación oficial de un «sindicato del amor». Momentos en los que ellas aparecen como sujetos que toman posiciones en un contexto de lucha por la emancipación.

Entroncado radicalmente con los debates actuales en el seno del feminismo, Putas, República y revolución ofrece una perspectiva histórica que permite afrontar con mayor profundidad de campo los debates en torno al trabajo sexual y a su encaje en los conflictos sociales, de clase, de género y políticos, a los que nunca ha sido ajeno.

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2. (Ausstellung) Underground y contracultura en la Cataluña de los 70. Pepe Ribas, Canti Casanovas. 2021.

Los años setenta del siglo XX vieron florecer en Catalunya toda una serie de movimientos de resistencia al régimen con el rasgo común de su generosa vocación social y comunitaria, la mayoría de ellos vehiculados de forma creativa en lo que supuso una verdadera revolución cultural en prácticamente todas las disciplinas, con especial intensidad en la música, el cómic, el teatro, la poesía y la edición.

El presente libro toma como punto de partida la exposición Underground y contracultura en la Catalunya de los años 70, presentada en el Palau Robert de Barcelona, para expandirla y complementarla con la reproducción de multitud de documentos de época recopilados y comentados por Pepe Ribas y Canti Casanovas, comisarios de la muestra, quienes trazan un guión a partir del arco cronológico de los setenta, sumando la mirada personal que les otorga haber sido parte activa, muchas veces de implicación directa, en los acontecimientos aquí descritos.

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3. Say Their Names: How Black Lives Came to Matter in America. Curtis Bunn, Michael H. Cottman, Patrice Gaines, Nick Charles, Keith Harriston. Grand Central Publishing. 2021.

An incisive, gripping exploration of the forces that pushed our unjust system to its breaking point after the death of George Floyd and a definitive guide to America’s present-day racial reckoning.

For many, the story of the weeks of protests in the summer of 2020 began with the horrific nine minutes and twenty-nine seconds when Police Officer Derek Chauvin killed George Floyd on camera, and it ended with the sweeping federal, state, and intrapersonal changes that followed. It is a simple story, wherein white America finally witnessed enough brutality to move their collective consciousness. The only problem is that it isn’t true. George Floyd was not the first Black man to be killed by police—he wasn’t even the first to inspire nation-wide protests—yet his death came at a time when America was already at a tipping point.

In SAY THEIR NAMES, five seasoned journalists probe this critical shift. With a piercing examination of how inequality has been propagated throughout history, from Black imprisonment and the Convict Leasing program to long-standing predatory medical practices to over-policing, the authors highlight the disparities that have long characterized the dangers of being Black in America. They examine the many moderate attempts to counteract these inequalities, from the modern Civil Rights movement to Ferguson, and how the killings of George Floyd, Breonna Taylor and others pushed compliance with an unjust system to its breaking point. Finally, they outline the momentous changes that have resulted from this movement, while at the same time proposing necessary next steps to move forward.

With a combination of penetrating, focused journalism and affecting personal insight, the authors bring together their collective years of reporting, creating a cohesive and comprehensive understanding of racial inequality in America. Um 1900 hatte Berlin kurzzeitig die Rolle als Zentrum des deutschen Kolonialimperialismus inne. Nach dem Ersten Weltkrieg formierte sich hier die kolonialrevisionistische Bewegung, die das „geraubte“ deutsche Kolonialreich in Übersee zurückforderte. Heute ist die lokale Globalgeschichte der postkolonialen Metropole Berlin weitgehend in Vergessenheit geraten. Der Stadtführer, der sich auf den Bezirk Mitte konzentriert, stellt eine Auswahl bedeutsamer kolonialhistorischer Erinnerungsorte vor. Er möchte eine kritische Auseinandersetzung mit der kolonialen Vergangenheit Deutschlands anregen und einen Beitrag zu einer kosmopolitisch und integrativen Erinnerungskultur leisten.

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4. La cocina situada: Un diccionario ilustrado para la soberanía alimentaria. Marina Monsonís. Editorial GG. 2021.

Los conceptos incluidos en este diccionario, desde utensilios, saberes populares, plantas y pescados hasta recetas de aprovechamiento, poemas y tradiciones culinarias, crean el escenario perfecto desde el que abordar las complejidades, los debates y las contradicciones del sistema alimentario actual.

Con la mirada puesta en la memoria familiar y de barrio, y tejido con la colaboración de diversas voces y miradas —pastoras, periodistas y biólogas; agroecólogas, activistas y literatas—, Marina Monsonís pone a nuestro alcance recursos y herramientas que nos permiten ahondar en nuestra realidad y establecer las bases para una alimentación más coherente, honesta, saludable y respetuosa con nuestro mundo.

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5. Mujeres de armas tomar. 13 historias de subversión y género. Simone, Rossella. Bauma. 2021.

Trece historias autobiográficas.

Encuentros a veces dolorosos, pero necesarios, con mujeres que han escogido la lucha en distintos rincones del mundo y, en muchos casos, tomando las armas.

Historias explicadas en primera persona, que des de los años setenta llegan a nuestros días para subvertir los estereotipos más patriarcales y paternalista.

Tenía ganas de hablar de las mujeres de mi generación. Mujeres nacidas en el siglo XX que han vivido su época y que justamente por esto han tenido que enfrentarse a régimenes dictatoriales de derechas y de izquierdas. Estas, junto con otras, han buscado su libertad y la de todes también mediante las armas, pero sin hacer de estas un fetiche. Algunas de ellas son amigas mías, con otras solo he podido compartir experiencias cercanas, pero todas ellas, de una manera u otra, están ligadas a mi vida. Por esto, la historia de nuestros encuentros acompaña las historias que ellas me explican con ojos de hoy y palabras de ayer.

Hace unos años que la relación entre mujeres y militancia en grupos armados se ha convertido en eje central de la memoria histórica de la política del siglo pasado. En relación con otros libros aparentemente parecidos en este, Rosella Simone aborda el tema con una sonrisa interna, hace de sus encuentros un recurso narrativo y acaba trazando trece historias autobiográficas que van más allá del relato sobre la implicación política, sino que las convierte en el retrato de una época de emancipación de las mujeres.

Sin heroísmo pero con determinación, trece mujeres cuentan su vida desde momentos y rincones muy distintos, reivindicando su derecho a una biografía de las vencidas: Enza Siccardi (anarquista), Petra Krause (internacionalista), Susanna Ronconi (Prima Linea), Nadia Ponti (Brigate Rosse), Franca Salerno (Nuclei Armati Proletari), Emmanuela Bertoli (Autonomia Operaia), Sylvia Ruth Torres (Frente Sandinista, Nicaragua), Maria Delia Cornejo (Frente Farbundo Martí, El Salvador), Marisa i Aitana (Frap, España), Diana Chuli (escritora albanesa que vivió la dictadura de Enver Hoxha), Clara Queroz (a Portugal,bajo la dictadura fascista de Salazar). Y para terminar, Nesrin Abdullah (combatiente kurda en Rojava).

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6. The Nation on No Map: Black Anarchism and Abolition. William C. Anderson. AK Press. 2021.

A call for Black survival in the face of widespread crisis. The Nation on No Map examines state power, abolition, and ideological tensions within the struggle for Black liberation while centering the politics of Black autonomy and self-.etermination. Amid renewed interest in Black anarchism among the left, Anderson offers a principled rejection of reformism, nation building, and citizenship in the ongoing fight against capitalism and white supremacism. As a viable alternative amidst worsening social conditions, he calls for the urgent prioritization of community-based growth, arguing that in order to overcome oppression, people must build capacity beyond the state. It interrogates how history and myth and leadership are used to rehabilitate governance instead of achieving a revolutionary abolition. By complicating our understanding of the predicaments we face, The Nation on No Map hopes to encourage readers to utilize a Black anarchic lens in favor of total transformation, no matter what it’s called. Anderson’s text examines reformism, orthodoxy, and the idea of the nation-state itself as problems that must be transcended and key sites for a liberatory re-envisioning of struggle.

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7. Deutsche Herrschaft: Nationalsozialistische Besatzung in Europa und die Folgen. Wolfgang Benz. Verlag Herder. 2022.

Dieses Buch füllt eine Lücke. Die Zivilbevölkerung in den nationalsozialistisch besetzten europäischen Nationen spielt in der Erinnerung an die Opfer bislang kaum eine Rolle. Im Mittelpunkt dieser nach Ländern und Regionen gegliederten Darstellung stehen daher nicht militärische Ereignisse, sondern das Schicksal der Zivilbevölkerung, der Alltag unter der Okkupation, der Widerstand der Besetzten sowie der Terror der Besatzungsmacht. Das Buch leistet einen notwendigen Beitrag zur aktuellen und andauernden Debatte über ein Polendenkmal und das Dokumentationszentrum für alle Opfer der NS-Besatzungspolitik in Berlin.

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8. Short stories for the salvation of memory: escaping the dominant narrative and its imprint in the public space. Fabrica Yfanet. 2021.

This publication is our effort to investigate the issue of monuments their relationship with the public space and their management by the ministry of culture. Moreover this brochure refers to the state policy concerning the negotiation of (nationalist) memory as well as the expressions of our anti-memory. This project is related to the defend of Fabrika Yfanet squat by a possible evacuation.

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9. Wojna i pokój. Konflikt społeczno-polityczny a sztuka ulicy. War and Peace. Socio-Political Conflict and Street Art. Malgorzata Kaźmierczak, Mariusz Waras. Wydawnictwo Akademii Sztuki w Szczecinie. 2020.

Publikacja o muralach w Irlandii Północnej, USA, Portugalii, Kolumbii, Niemczech, Polsce, RPA i w Ugandzie. Jak pisze Małgorzata Kaźmierczak, „niniejszy tom nie stawia sobie za cel analizy wartości estetycznej street artu / urban artu. Autorzy skupiają się na tym, w jaki sposób te działania funkcjonują w konkretnej rzeczywistości politycznej poszczególnych krajów i nie zawężają badań do tych przejawów aktywności w przestrzeni publicznej, które można nazwać sztuką. Interesują ich procesy społeczne w obrębie miast, o których piszą. Różnorodność tekstów w książce każe zastanowić się nad zagadnieniami przestrzeni publicznej i ekspresji konfliktu kontekstowo. Omawianym pracom sens nadaje miejsce, w którym powstały oraz ich kontekst historyczny, polityczny i ekonomiczny”.

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10. Puente. La Lleca. El cuerpo como espacio de construcción Reflexiva y Gozo. Lorena Méndez. La Lleca colectiva. 2021.

En las cárceles de la Ciudad de México, un proyecto está destinado al desarrollo social y artístico de los presos. Se trata del trabajo del colectivo La Lleca, busca recrear una relación armoniosa entre los reclusos y su entorno.

Yo me desnudo frente a ellos, es decir les cuento cosas muy personales de modo que ellos entiendan y sientan que este es un espacio de mucha armonía y respeto”, narra Lorena Méndez, quien encabeza el colectivo desde hace 12 años.

A través de talleres de radio, fotografía, poesía o performance, La Lleca pretende que se construya un ambiente de confianza, comunicación respetuosa y diversión con juegos entre los internos de los penales capitalinos. Se conforma de voluntarios de distintas disciplinas científicas y artísticas, como psicólogos, ingenieros, comunicadores y artistas plásticos.

La Lleca es un proyecto independiente, al cual cada uno de sus integrantes dona los recursos para desarrollar las actividades con los hombres y mujeres en las cárceles.

La Lleca tiene como objetivo sensibilizar a quienes se encuentran en reclusión, pues consideran que potenciar el lado humano y mostrar afecto y solidaridad es una vía que permite iniciar un proceso de desarrollo personal. Es por esto, que sus integrantes buscan ofrecer a los internos una nueva perspectiva, como, por ejemplo, que hay otras formas de interacción que no incluyen la violencia como medio para la comunicación y que existe el diálogo respetuoso.

Desde hace más de una década, La Lleca ha trabajo con más de mil 500 presos en las cárceles de la Ciudad de México, y cuenta con el trabajo voluntario de 75 personas intermitentes desde su creación.

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11. Relats expropiats. Històries col.lectives dels 10 anys de suport mutu del banc Expropiat. 2021.

Relats expropiats neix amb la idea d‘escriure la història del Banc Expropiat de manera col.lectiva. El llibre recull diferents relats , històries, reflexions, anècdotes o moments especials que hem viscut al Banc. El resultat és una visió global del que és el Banc, quin ambient s‘hi respira, el que significa per nosaltres en l‘àmbit polític i emocional i els aprenentatges que hem adquirit.

 

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12. Relentless militancy. Solidarity with the peasant guerrilla prisiones in Paraguay. Radical Solidarity Coordination. 2021.

…As anarchists, it is obvious that our solidarity and our fights should break the restrictions that nation-states and their borders impose on our minds and political imagination. What happen en Paraguay, what happens to the comrades of the EPP and their surroundings is not alien to us. We feel connected to the resistance in Paraguay as we understand it as belonging to our revolutionary traditions and histories…

Inclaudicable militancia. Solidaridad con las presas campesinas de la Guerrilla en Paraguay. Radical Solidarity Coordination. 2021.

Como anarquistas, es obvio que nuestra solidaridad y nuestras luchas deben romper las restricciones que los estados-nación y sus fronteras imponen a nuestras mentes e imaginación política. Lo que sucede en Paraguay, lo que sucede a las compañeras del EPP y su entorno no nos es ajeno. Nos sentimos vinculadas a su resistencia, ya que la entendemos como perteneciente a nuestras tradiciones e historias revolucionarias…

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13. Nachriten aus Belarus – Kasachstan Ukraine – Russland. Immergrün. 2022.

Der Krieg in der Ukraine löst viel Leid und Unglück aus, aber auch viel Empathie und Solidarität. Die Möglichkeiten von praktischer Solidarität anarchistischer Gruppen in der Ukraine und in Russland werden, teils als Berichte, teils als Interviews von verschiedenen Gruppen und Einzelpersonen in dem Buch dargestellt. Erweitert durch Berichte zu den Protestgeschehen in Belarus 2020 und Kasachstan 2022 gibt das Buch einen detaillierten Einblick in die politische Situation der Region und in die Praxen progressiver Menschen dort.

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14. Mili bittet zum Tanz. Auf den Spuren des militanten Feminismus der Roten Zora. FrauenLesbenBande (Hg.). Unrast. 2022.

Ausgelöst durch die internationale Solidarität mit den weltweiten antikolonialen Kämpfen dieser Zeit, entbrannte ab den 1970er Jahren in der BRD eine Debatte über Militanz, in die sich etwa zwei Jahrzehnte lang vehement auch die radikal-feministische Gruppe Rote Zora einbrachte.

Dass die Texte und militanten Aktionen der Roten Zora heute in der linksradikalen Bewegung wieder diskutiert werden, wundert nicht. Denn so vorausschauend, wie die ›Zoras‹ in ihren Analysen auf Rassismus, Sexismus, globalen Kapitalismus und Kolonialismus blickten, ist es ein Leichtes, die Auseinandersetzungen aus dem damaligen Kontext ins Hier und Heute zu übertragen. Wie die Rote Zora ihre Analysen im politischen Alltag durch radikal-feministische Interventionen umgesetzt und welche Wirkungen sie damit – zum Teil bis heute – erzielt hat, zeigt das Buch in vielfältiger Weise. Neben weit mehr als 20 Anschlagserklärungen aus den Jahren 1975 bis 1995 enthält es den Text »Mili’s Tanz auf dem Eis« aus dem Jahr 1994. In Wortprotokollen aus dem Film »Frauen bildet Banden – eine Spurensuche zur Geschichte der Roten Zora« (2019) blicken darüber hinaus zwei ehemalige ›Zoras‹ mit mehr als 30 Jahren Abstand zurück auf ihre aktive Zeit in der Gruppe. Und in dem Kapitel »Aktuelle Stimmen zur feministischen Militanz« diskutieren heute aktive Feminist*innen über die Rote Zora, ihre Texte und Aktionen sowie ihr eigenes Verständnis von feministischer Militanz.

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15. Wir werden schöne Tage sehen. Briefe aus dem Gefängnis. Zehra Dogan. Spector Books. 2022.

Wir werden schöne Tage sehen. Briefe aus dem Gefängnis (Nous aurons aussi de beaux jours. Écrits de prison), ist 2019 im französischen Verlag des femmes – Antoinette Fouque erschienen. Der Band versammelt die Briefe, die die kurdische Künstlerin und Journalistin Zehra Dogan während ihrer 600 Tage dauernden Inhaftierung (Juni 2017 bis Februar 2019) an ihre türkische Freundin Naz Öke schrieb. Die Briefe – in türkischer Sprache verfasst und von Naz Öke und Daniel Fleury ins Französische übertragen – sind Zeugnis politischer Willkür, deren Opfer Zehra Dogan und ihre Mitgefangenen geworden sind. Sie erzählen von den Haftbedingungen in den Gefängnissen von Diyarbakir und Tarsus; von der Enge der Gefängniszellen, durch deren winzige Fenster jede Nacht zwei Sterne leuchten, aber auch von den Frauen, deren Solidarität Zehra Dogan Kraft gibt und deren Geschichten sie festhalten will, um die Welt aufmerksam zu machen auf das Schicksal vieler zu Unrecht inhaftierten, kurdischen Gefangenen in

der Türkei. Zehra Dogan, geboren 1989 in Diyarbakir (Türkei), ist eine kurdische Künstlerin, Journalistin und Aktivistin, die zu knapp drei Jahren Haft verurteilt wurde, weil sie ein Bild nach Vorlage einer vom türkischen Militär aufgenommenen Fotografie von Nusaybin während des Ausnahmezustands gemalt hatte. Sie wurde der Propaganda für eine Terrororganisation und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung angeklagt. Sie erhielt den Courage in Journalism Award der International Womens Media Foundation 2018.

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AprilAbrilApril/ Abril

1. Berlin – Eine postkoloniale Metropole. Ein historisch-kritischer Stadtrundgang im Bezirk Mitte. Oumar Diallo & Joachim Zeller. Anita Kochnowski (Hrsg.), Ingrid Schiborowski (Hrsg.). Metropol. 2021.

Um 1900 hatte Berlin kurzzeitig die Rolle als Zentrum des deutschen Kolonialimperialismus inne. Nach dem Ersten Weltkrieg formierte sich hier die kolonialrevisionistische Bewegung, die das „geraubte“ deutsche Kolonialreich in Übersee zurückforderte. Heute ist die lokale Globalgeschichte der postkolonialen Metropole Berlin weitgehend in Vergessenheit geraten. Der Stadtführer, der sich auf den Bezirk Mitte konzentriert, stellt eine Auswahl bedeutsamer kolonialhistorischer Erinnerungsorte vor. Er möchte eine kritische Auseinandersetzung mit der kolonialen Vergangenheit Deutschlands anregen und einen Beitrag zu einer kosmopolitisch und integrativen Erinnerungskultur leisten.

2. La forja solidària d’un barri portuari. La Barceloneta obrera i cooperativa. Alari, Emma; Gorostiza, Santiago; Dalmau, Marc (ed.). La ciutat invisible. 2017.

La península portuària de la Barceloneta fou edificada per prescripció militar sota l’ègida de la Ciutadella després de la Guerra de Successió. Erigida fora muralles sobre terrenys directament guanyats al mar, el nou barri de la platja nasqué inicialment amb una limitació en l’alçaria dels edificis per mantenir la línia de tir cap a la costa. Aviat, però, el desbordant creixement urbanístic de la Barcelona vella, associat a l’esponerós procés industrialitzador, féu augmentar la necessitat d’espais perifèrics per ubicar-hi les fàbriques. Aquelles circumstàncies, unides a la condició portuària, i per tant, fronterera del barri, procuraren no tan sols l’eliminació de les restriccions constructives, sinó l’aposta cap a un model de creixement urbanístic il·limitat.

Sense res més que la força de treball, el proletariat barcelonetí s’anà apropiant del barri, a força de viure-hi, a partir de la protesta quotidiana, el suport mutu i la solidaritat. Mijantçant la creació d’institucions associatives pròpies resolgué necessitats en tots els àmbits de la vida, que desembocaren en la generació d’una esfera pública proletària que estigué fins i tot en condicions de reptar l’ordre social capitalista. Les cooperatives de consum com La Fraternitat o El Segle XX foren organismes econòmics que constituïren pedres angulars d’aquell engranatge, un mecanisme d’autogestió col·lectiva que sadollà les carències col·lectives com una màquina de reproducció social de la vida.

3. Why I’m No Longer Talking to White People About Race. Reni Eddo-Lodge. Bloomsbury USA. 2018.

Every voice raised against racism chips away at its power. We can’t afford to stay silent. This book is an attempt to speak‘ The book that sparked a national conversation. Exploring everything from eradicated black history to the inextricable link between class and race. Why I’m No Longer Talking to White People About Race is the essential handbook for anyone who wants to understand race relations in Britain today.

 

4. Salvador Puig Antich – Guerrilla anticapitalista contra el franquismo. Obra colectiva coordinada por Ricard de Vargas Golarons. Descontrol. 2021.

Desde aquel triste 2 de marzo de 1974, en que el verdugo segó la vida de nuestro hermano, juramos, casi sin palabras, que reivindicaríamos la memoria de Salvador como la de un joven idealista de buenos sentimientos, con un gran sentido de justicia, consecuente y profundamente comprometido. No dejaríamos nunca que pasara a la historia como un asesino y quemador de bosques, que era como el régimen franquista lo había presentado a través de los medios de comunicación en aquellos días nefastos. Aquella mentira solo era para tapar su brutal crueldad.”Imma, Montse, Carme y Merçona Puig Antich.

Cuando hace casi 50 años del asesinato de Salvador, conviene recuperar su memoria, tergiversada y manipulada por el Poder. Por su integridad personal, por su honestidad política, por su convicción revolucionaria y por su determinación luchadora es imprescindible reivindicar las aportaciones anticapitalistas y de transformación social negadas tanto por los franquistas.

5. George Floyd uprising reader vol 1 Insurgency and Beyond and vol 2 Belligerent Identities in the Face of Counter-Insurgency. Anonymous. 2021.

A group of anarchists and autonomists in the Bay Area/occupied Ohlone land have collected these writings animated by the 2020 uprisings which ignited the so-called United States after the police murder of George Floyd. Our intention is that this reader inspires people everywhere to engage in deeper conversations about all aspects of the uprising, including its significance and context to the US Black Liberation struggle. We believe these discussions are vital to shaping ongoing and future struggles, improving tactics, and rendering ineffective the insidious narratives that aim to crush our collective power.

We have organized these selected writings into two volumes:

Volume 1: Insurgency and Beyond shares on-the-ground accounts from various sites of struggle: the challenges faced, victories won, analysis sharpened, and lessons learned. Each writing, specific to its physical and cultural landscape, affirms the necessity of insurrection while grappling with its impermanent nature and the questions of how we move forward together from such eruptions.

 

Volume 2: Belligerent Identities in the Face of Counter-Insurgency examines identity politics, Black anarchists’ role in the uprisings, the racialized nature of “looting”, among other dynamics. The concept of Belligerent Identities is taken from the Latin Bellum Gerere which translates as “to wage war”, a term for guerrilla soldiers used by the state. If a belligerent identity is that of the enemy combatant, then we seek to reclaim and weaponize this term. The writings in this volume speak to how the far-right, police, state, media, and liberals use everything from live ammunition to tired rhetoric to douse the flames of rebellion and diffuse the potentials of solidarity.

As non-Black anarchists and autonomists gathering and framing writings about an uprising that is centered around Black liberation, our positionality lends itself to a possibility of missing important elements and perspectives. However, we hope that you find this reader thought-provoking. Through critical analysis and fierce practice, may the fire in our hearts burn brighter as we love stronger and fight smarter in our collective struggle for liberation.

6. Grenzerfahrungen. Ein lesenbuch der Daughters and Sons of Gastarbeiters. Çiçek Bacık (Herausgeber), Rosaria Chirico (Herausgeber), Koray Yılmaz-Günay (Herausgeber), Jasmin Yağmur Karahan (Illustrator). Yilmaz-Günay, Koray. 2021.

Ab Mitte der 1950er-Jahre leisteten Gastarbeiter*innen einen erheblichen Beitrag zum wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland. In die Erinnerungkultur haben es die Menschen und ihre Leistungen bis heute aber kaum geschafft. Nun erzählen Kinder und Kinderskinder der “ersten Generation” Geschichten von “damals”. Sie lassen Arbeits-,Wohn- und Lebensverhältnisse aufleben – und erzählen vom Erreichen und Überqueren von Grenzen aller Art: zwischen Generationen, Ländern und Menschen.

 

7. Hidden San Francisco. Hidden San Francisco: A Guide to Lost Landscapes, Unsung Heroes and Radical Histories. Chris Carlsson. Pluto Press. 2020.

San Francisco is an iconic and symbolic city. But only when you look beyond the picture-postcards of the Golden Gate Bridge and the quaint cable cars do you realise that the city’s most interesting stories are not the Summer of Love, the Beats or even the latest gold rush in Silicon Valley.

Hidden San Francisco is a guidebook like no other. Structured around the four major themes of ecology, labour, transit and dissent, Chris Carlsson peels back the layers of San Francisco’s history to reveal a storied past: behind old walls and gleaming glass facades lurk former industries, secret music and poetry venues, forgotten terrorist bombings, and much more. Carlsson delves into the Bay Areas long prehistory as well, examining the region’s geography and the lives of its inhabitants before the 1849 Gold Rush changed everything, setting in motion the clash between capital and labour that shaped the modern city.

From the perspective of the students and secretaries, longshoremen and waitresses, Hidden San Francisco uncovers dozens of overlooked, forgotten and buried histories that pulse through the streets and hills even today, inviting the reader to see themselves in the middle of the ongoing, everyday process of making history together.

8. Setting Sights: Histories and Reflections on Community Armed Self-Defense. Edited by Scott Crow, foreword by Ward Churchill. PM Press. 2018.

Decades ago, Malcolm X eloquently stated that communities have the legitimate right to defend themselves “by any means necessary” with any tool or tactic, including guns. This wide-ranging anthology uncovers the hidden histories and ideas of community armed self-defense, exploring how it has been used by marginalized and oppressed communities as well as anarchists and radicals within significant social movements of the twentieth and twenty-first centuries.

Far from a call to arms, or a “how-to” manual for warfare, this volume offers histories, reflections, and questions about the role of firearms in small collective defense efforts and its place in larger efforts toward the creation of autonomy and liberation.

Featuring diverse perspectives from movements across the globe, Setting Sights includes vivid histories and personal reflections from both researchers and those who participated in community armed self-defense. Contributors include Dennis Banks, Kathleen Cleaver, Mabel Williams, Subcomandante Marcos, Kristian Williams, George Ciccariello-Maher, Ashanti Alston, and many more.

9. Solitary: Unbroken by Four Decades in Solitary Confinement. My Story of Transformation and Hope. Albert Woodfox. Text Publishing. 2019.

Solitary is the unforgettable life story of a man who served more than four decades in solitary confinement—in a 6-foot by 9-foot cell, 23 hours a day, in notorious Angola prison in Louisiana—all for a crime he did not commit. That Albert Woodfox survived was, in itself, a feat of extraordinary endurance against the violence and deprivation he faced daily. That he was able to emerge whole from his odyssey within America’s prison and judicial systems is a triumph of the human spirit, and makes his book a clarion call to reform the inhumanity of solitary confinement in the U.S. and around the world.

Arrested often as a teenager in New Orleans, inspired behind bars in his early twenties to join the Black Panther Party because of its social commitment and code of living, Albert was serving a fifty-year sentence in Angola for armed robbery when on April 17, 1972, a white guard was killed.

Albert and another member of the Panthers were accused of the crime and immediately put in solitary confinement by the warden.

Without a shred of actual evidence against them, their trial was a sham of justice that gave them life sentences in solitary. Decades passed before Albert gained a lawyer of consequence; even so, sixteen more years and multiple appeals were needed before he was finally released in February 2016.

Remarkably self-aware that anger or bitterness would have destroyed him in solitary confinement, sustained by the shared solidarity of two fellow Panthers, Albert turned his anger into activism and resistance. The Angola 3, as they became known, resolved never to be broken by the grinding inhumanity and corruption that effectively held them for decades as political prisoners. He survived to give us Solitary, a chronicle of rare power and humanity that proves the better spirits of our nature can thrive against any odds.

10. Making Revolution: My Life in the Black Panther Party. Field Marshal Don Cox. Heyday. 2021.

For the first time in paperback, a powerful and raw glimpse behind the scenes of the Black Panther Party. Making Revolution is Don Cox’s revelatory, even incendiary account of his years in the Black Panther Party. He had participated in many peaceful Bay Area civil rights protests but hungered for more militant action. His book tells the story of his work as the party’s field marshal in charge of gunrunning to planning armed attacks—tales which are told for the first time in this remarkable memoir—to his star turn raising money at the Manhattan home of Leonard Bernstein (for which he was famously mocked by Tom Wolfe in Radical Chic and Mau-Mauing the Flak Catchers), to his subsequent flight to Algeria to join Eldridge Cleaver in exile, to his decision to leave the party following his disillusionment with Huey P. Newton’s leadership. Cox would live out the rest of his life in France, where he wrote these unrepentant recollections in the early 1980s, enjoining his daughter to promise him that she would do everything she could to have them published.

11. The Revolution Has Come. Black Power, Gender, and the Black Panther Party in Oakland. Robyn C. Spencer. Duke University Press. 2016.

In The Revolution Has Come Robyn C. Spencer traces the Black Panther Party’s organizational evolution in Oakland, California, where hundreds of young people came to political awareness and journeyed to adulthood as members. Challenging the belief that the Panthers were a projection of the leadership, Spencer draws on interviews with rank-and-file members, FBI files, and archival materials to examine the impact the organization’s internal politics and COINTELPRO’s political repression had on its evolution and dissolution. She shows how the Panthers‘ members interpreted, implemented, and influenced party ideology and programs; initiated dialogues about gender politics; highlighted ambiguities in the Panthers‘ armed stance; and criticized organizational priorities. Spencer also centers gender politics and the experiences of women and their contributions to the Panthers and the Black Power movement as a whole. Providing a panoramic view of the party’s organization over its sixteen-year history, The Revolution Has Come shows how the Black Panthers embodied Black Power through the party’s international activism, interracial alliances, commitment to address state violence, and desire to foster self-determination in Oakland’s black communities.

12. Imperio y resistencias: Noticias desde Rusia, Ucrania, Kazajistán, Bielorrusia. Autoría colectiva. Descontrol. 2022.

La geopolítica internacional siempre ha sido el tablero donde juegan los Estados. Parecería que las corrientes revolucionarias solo pueden mantener su coherencia en el plano “interior”, y que al llegar a la escena internacional deben necesariamente posicionarse alrededor de alguno de los polos de poder imperialista.

El actual conflicto en Ucrania muestra una vez más las contradicciones y la dificultad de encontrar apuestas estratégicas claras ante conflictos internacionales entre Estados.

Para poder navegar en esas aguas es necesario conocer bien la situación, huir de las explicaciones fáciles de los medios de comunicación de masas (de uno y otro bando) y afilar al máximo el espíritu crítico. Y sobre todo: escuchar a las poblaciones afectadas y los movimientos de base que resisten.

Este libro urgente no pretende dar una conclusión clara, más bien buscamos aportar algunas informaciones que permitan avanzar hacia ella. Conocer las últimas actuaciones del imperialismo ruso tanto en el interior de su país como en las poblaciones aledañas puede ayudarnos a salir de la visión maniquea de un bando bueno y un bando malo.

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Dezember / Diciembre / December

1. Frauen und der spanische Krieg 1936–1939. Eine biografische Dokumentation. Anita Kochnowski (Hrsg.), Ingrid Schiborowski (Hrsg.). Verlag am park. 2016.

Anfang 1936 gewann bei Wahlen eine linke Volksfront in Spanien die Mehrheit – in der Mitte des Jahres putschten faschistische Militärs gegen die legitime demokratische Regierung. Es begann ein drei Jahre währender Krieg zwischen der konservativ-faschistischen Reaktion und den Verteidigern der Republik. Die Putschisten erhielten Unterstützung von Hitlerdeutschland und Mussolini-Italien, der Republik eilten Antifaschisten aus vielen Ländern zu Hilfe – darunter auch viele Frauen. Gemeinsam mit den Spanierinnen kämpften sie an den Fronten, in Lazaretten oder in Hospitälern im Hinterland als Krankenschwestern oder als Ärztinnen. Sie lenkten Kraftfahrzeuge, waren bei der Miliz oder in der Verwaltung tätig, dolmetschten in den Internationalen Brigaden, fotografierten und schrieben für die Presse des In- und des Auslandes.

Erstmals wurden in jahrelanger Arbeit aus allen zugänglichen Quellen die Namen und Biografien dieser mutigen Frauen ermittelt und zusammengetragen. 3.431 konnten ausfindig gemacht werden, darunter 2.188 Spanierinnen.
Die bisher Unbekannten bekamen nunmehr einen Namen – und ein Denkmal gesetzt. Zugleich macht diese Buch auch deutlich, welchen emanzipatorischen Auf- und Ausbruch aus dieser männerbeherrschten, katholischen Gesellschaft die Volksfrontbewegung darstellte. Dieser Schub an gesellschaftlichem Fortschritt wirkte nach und verhinderte vermutlich, dass Franco-Spanien mit Nazideutschland in den Zweiten Weltkrieg zog.


2. Migrantischer Feminismus. In der Frauen: bewegung in Deutschland (1985-2000). Encarnación Gutiérrez Rodríguez, Pinar Tuzcu. Edition assemblage. 2021.

Dieser Band unternimmt eine Neuschreibung feministischer Bewegungen in Deutschland aus der Perspektive der politischen Selbstorganisierung migrantisierter Frauen*. Anhand von Erzählungen von Zeitzeug:innen und Archivmaterial wird die These widerlegt, dass die 1990er Jahre eine „stille Zeit“ in der Frauen:bewegung Deutschlands war. Es wird aufgezeigt, dass die 1980er und 1990er Jahre eine „geräuschvolle“ Zeit war, da sie den Höhepunkt in der politischen Selbstorganisierung von Migrant:innen, Schwarzen Frauen*, Sinti:zze und Romn:ja, exilierten und jüdischen Frauen* in der Bundesrepublik darstellt. Mittels der Erinnerungsarbeit im Sinne eines Eingedenken lösen die Akteur:innen ihr „right-to re-narrate“ ein, indem sie eine neue Erinnerungspolitik und -kultur migrantischer Theoriebildung und politischer Praxis in Deutschland eröffnen. Auf diese Weise versucht das Buch folgende Fragen zu beantworten:
– Was bedeutet die Auslassung migrantischer feministischer Geschichte für die Politik der Geschichtsschreibung deutscher Frauenbewegung?
– Wie würde eine solche Intervention in der Vergangenheit die Gegenwart und die zukünftige Erzählung der Frauenbewegung in Deutschland neu definieren?
– Was würde diese „Neudefinition“ für Deutschland als Einwanderungsland und (post-)migrantische Gesellschaft bedeuten?


3. Hermanito -Miñán-. Ibrahima Balde, Amets Arzallus Antia. Blackie Books. 2021.

Este libro te cambiará. Esta historia arranca así: «Estoy en Europa pero yo no quería venir a Europa». Ibrahima Balde nació en Guinea, pero se vio forzado a abandonar su casa para ir a buscar a su hermano pequeño. No salió para perseguir un sueño. Abandonó su hogar para encontrar a la persona que más quería. Una mirada ingenua, castigada, arrebatadoramente poética y, en definitiva, única. La de quien ha sufrido todo y, sin embargo, tiene el poder de convertirlo en algo útil. En algo bello.


4. Abendessen 16:30. Verhaftungen. Verhöre und U-haft: Erfahrungen aus der Schweiz. 2021.

Abendessen 16:30 ist für alle, die sich mit Knast und Repression auseinandersetzen möchten. Denn diese Themen machen etwas mit uns – ob wir es wollen oder nicht. Je selbstverständlicher und ehrlicher wir darüber reden, desto widerstandsfähiger werden wir. Darum ist es wichtig sich neben der juristischen und politischen Ebene auch zu fragen, wie es einen persönlich trifft. Denn früher oder später werden alle damit konfrontiert sein, welche die herrschende Ordnung ablehnen und dies mit Freude und Wut im Bauch zum Ausdruck bringen.


5. Unbound: My Story of Liberation and the Birth of the Me Too Movement. Tarana Burke. Headline. 2021

Tarana didn’t always have the courage to say „me too.“ As a child, she reeled from her sexual assault, believing she was responsible. Unable to confess what she thought of as her own sins for fear of shattering her family, her soul split in two. One side was the bright, intellectually curious third generation Bronxite steeped in Black literature and power, and the other was the bad, shame ridden girl who thought of herself as a vile rule breaker, not as a victim. She tucked one away, hidden behind a wall of pain and anger, which seemed to work…until it didn’t.
Tarana fought to reunite her fractured self, through organizing, pursuing justice, and finding community. In her debut memoir she shares her extensive work supporting and empowering Black and brown girls, and the devastating realization that to truly help these girls she needed to help that scared, ashamed child still in her soul. She needed to stop running and confront what had happened to her, for Heaven and Diamond and the countless other young Black women for whom she cared. They gave her the courage to embrace her power. A power which in turn she shared with the entire world. Through these young Black and brown women, Tarana found that we can only offer empathy to others if we first offer it to ourselves.
Unbound is the story of an inimitable woman’s inner strength and perseverance, all in pursuit of bringing healing to her community and the world around her, but it is also a story of possibility, of empathy, of power, and of the leader we all have inside ourselves. In sharing her path toward healing and saying „me too,“ Tarana reaches out a hand to help us all on our own journeys.


5. Schwarze Saat – Gesammelte Schriften zum Schwarzen und Indigenen Anarchismus. 

Betrachtet man die bekanntesten anarchistischen Werke seit Entstehen des Anarchismus als Philosophie und Bewegung, so kommt man schnell zu dem Schluss der Anarchismus sei eine weiße eurozentrische Bewegung. Doch auf dem weitläufigen Terrain der anarchistischen Geschichte haben Schwarze und Indigene Anarchist*innen eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung verschiedener Kämpfe rund um den Globus gespielt, darunter Massenstreiks, nationale Befreiungsbewegungen, Gefangenensolidarität, Queer-Befreiung, die Bildung autonomer Befreiungsorganisationen und vieles mehr — und was vielleicht noch viel entscheidender ist: was weiße Anarchist_innen häufig nur philosophiert haben, war lange Zeit und ist teilweise noch Praxis unter Schwarzen und Indigenen Menschen.

Unser aktueller politischer Moment ist geprägt von einem globalen Wiederaufleben Schwarzer und Indigener Rebellion und angesichts des antiautoritären Geistes dieser Kämpfe ist die Zeit reif, einen genaueren Blick auf den Schwarzen und Indigenen Anarchismus zu legen.


6. Mujeres Punks: las pioneras de nuestra escena. Maritzu Alonso, Helen Sotillo. Uterzine. 2019.

¿A cuántas mujeres punks podrías nombrar en un folio en blanco? ¿Alguna de ellas es instrumentista? ¿Qué historias podrías contar de sus trayectorias?

La historia underground permanece aún invisibilizada y vamos a ponerle remedio con un libro muy especial: quince mujeres de las bandas punk pioneras del país son las protagonistas de este proyecto, pensado tanto para las personas más peques como para más grandes, y con el que vamos a disfrutar, reflexionar e impulsar un nuevo relevo generacional feminista.

Compuesto por prólogo, ilustraciones y biografías, el libro es una invitación colectiva para que reconstruyamos, hagamos visible y le demos color a una escena que desde sus comienzos fue diversa.

Realizaremos una tirada limitada con más de treinta páginas de contenido donde podrás colorear a tus pioneras favoritas y leer sus recorridos vitales.

Estas mujeres con nombre y apellidos, a quienes podremos cara y (re)conoceremos su papel como instrumentistas, creadoras y compositoras, son:

Lourdes Olangua Besga (OK Corral), Tere González (Desechables), Ángela Saura (OX POW), Pilar Bueno (IV Reich), Marieli Arróniz (Cikatriz en la matriz), Plum (La Xeta Pasote), Ana Curra (Parálisis Permanente), María García Verdú (Morticia y los Decrépitos), Coral Alonso (Aerolíneas Federales), Elena Oramas (Chute de Esperma), Gema Cotallo (Cruela de Vil), Alma Gómez (Cocadictos), Silvia Escario (Último Resorte), Mamen Rodrigo (Vulpes) y Yoli (Liposo+ pa tu jeto).


7. Rassismus. Macht. Vergessen. Von München über den NSU bis Hanau: Symbolische und materielle Kämpfe entlang rechten Terrors. Onur Suzan Nobrega, Mathias Quent, Jona Zipf (Hg.). Transcript. 2021.

Wie weit und umkämpft war dieser Weg? Von der Entpolitisierung des Oktoberfestattentats 1980 über die Verdächtigungen der Opferangehörigen des sogenannten NSU in den 2000ern bis hin zur öffentlichen Wahrnehmung der Familien der Getöteten des rechtsterroristischen Anschlags in Hanau 2020. Erst jetzt scheint sich eine längst überfällige gesamtgesellschaftliche Debatte in Bewegung zu setzen: über mangelnde Repräsentation, mahnende Erinnerung und sich verändernde Gedenkkultur, über strukturellen Rassismus und Behördenblindheit gegenüber Menschen, die sich längst nicht mehr als Teil einer Gesellschaft fühlen. Die Beitragenden des Bandes setzen sich mit Rassismus, Rechtsextremismus und Erinnerungskultur auseinander und gehen vor allem der Frage nach, wo der Kampf gegen rechten Terror und seinen gesellschaftlichen Nährboden heute steht.


8. C.L.R. James: Die schwarzen Jakobiner. Toussaint Louverture und die Haitianische Revolution. Philipp Dorestal, Çiğdem Inan (Hrsg.). B_books, Dietz Berlin. 2021.

Es war der einzige erfolgreiche Aufstand in der modernen Geschichte, in der versklavte Menschen aus eigener Kraft ihre Freiheit und Unabhängigkeit erkämpften. Die Revolution in der französischen Kolonie Saint Domingue von 1791 ist einmalig in der Geschichte und führte 1804 zur Unabhängigkeit Haitis. Das Buch »Die schwarzen Jakobiner« gehört immer noch zu den einflussreichsten Darstellungen dieser Ereignisse. Mehr als 80 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung 1938 ist »The Black Jacobins« weiterhin ein Standardwerk, das seither zahlreiche Neuauflagen und Übersetzungen erlebt hat.

In seinem Buch klagt C.L.R. James die rassistische Struktur der Kolonialgesellschaft des damals französisch besetzten Haiti an. Er rekonstruiert die revolutionären Ereignisse und erzählt sie aus der Perspektive linker Geschichtsschreibung neu. Mit seinem Buch leistet er einen unschätzbaren Beitrag dazu, die Haitianische Revolution als Ereignis von welthistorischer Bedeutung zu begreifen.


9. The New Jim Crow, Masseninhaftierung und Rassismus in den USA. Michelle Alexander. Kunstmann. 2016.

Jim Crow steht in den USA für die Geschichte der Rassendiskriminierung. Wie das rassistische System unter dem Deckmantel des „War on Drugs“ eine neue Form gefunden hat, erklärt Michelle Alexander in diesem Grundlagenwerk über den modernen Rassismus in den USA.

Die Wahl von Barack Obama im November 2008 markierte einen historischen Wendepunkt in den USA: Der erste schwarze Präsident schien für eine postrassistische Gesellschaft und den Triumph der Bürgerrechtsbewegung zu stehen. Doch die Realität in den USA ist eine andere. Obwohl die Rassentrennung, die in den sogenannten Jim-Crow-Gesetzen festgeschrieben war, im Zuge der Bürgerrechtsbewegung abgeschafft wurde, sitzt heute ein unfassbar hoher Anteil der schwarzen Bevölkerung im Gefängnis oder ist lebenslang als kriminell gebrandmarkt. Ein Status, der die Leute zu Bürgern zweiter Klasse macht, indem er sie ihrer grundsätzlichsten Rechte beraubt – ganz ähnlich den explizit rassistischen Diskriminierungen der Jim-Crow-Ära.
In ihrem Buch, das in Amerika eine breite Debatte ausgelöst hat, argumentiert Michelle Alexander, dass die USA ihr rassistisches System nach der Bürgerrechtsbewegung nicht abgeschafft, sondern lediglich umgestaltet haben. Da unter dem perfiden Deckmantel des »War on Drugs« überproportional junge männliche Schwarze und ihre Communities kriminalisiert werden, funktioniert das drakonische Strafjustizsystem der USA heute wie das System rassistischer Kontrolle von gestern: ein neues Jim Crow.

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Oktober / Octubre / October / Octubre / Οκτώβριος

1. Compañeras: Historia de mujeres zapatistas. Hilary Klein. Tinta Limón. 2019.

En el contexto de siglos de racismo y explotación, la dignidad que transmite el porte de estas mujeres encarna lo que llegó a representar el movimiento zapatista: la resistencia de lxs marginalizadxs y lxs olvidadxs contra los poderosos. Campesinxs convertidxs en combatientes, madres devenidas liderasas revolucionarias. Decenas, cientos, miles de mujeres zapatistas reunidas, pequeñas, morenas, sus rostros cubiertos con paliacates colorados que ocultan su identidad individual, sus largas trenzas negras colgando en su espalda, sus puños salpicando el aire. Éstas han marchado, se han organizado, han sembrado semillas, tanto reales como simbólicas. Se han plantado frente al ejército mexicano y frente a sus esposos. Han transformado su vida, cambiando el mundo que las rodea.


2. Empowerment und Widerstand. Inspirierende Begegnungen mit Audre Lorde. Marion Kraft. w_orten&meer. 2021.

Audre Lorde (1934–1992) ist eine der einflussreichsten afroamerikanischen Autorinnen* des 20. Jahrhunderts. Die Werke der Schwarzen lesbischen kriegerischen Dichterin – wie sie sich selbst bezeichnete – und Aktivistin, Essayistin und Romanautorin sind bis heute international wegweisend und aktuell für Schwarze, feministische* und weitere Befreiungsbewegungen. Dieser Band veranschaulicht die Verbindungen Schwarzer Frauen über Grenzen und Unterschiede hinweg. Er bietet einen verdichteten Überblick über das Leben, die Visionen und die Philosophie Audre Lordes. Marion Kraft, eine enge Freundin Audre Lordes präsentiert in diesem Buch persönliche und facettenreiche Essays über das Werk, Leben und die Visionen Audre Lordes. In einem Interview aus dem Jahr 1986 kommt Audre Lorde selbst zu Wort. Das Buch wurde von Marion Kraft zunächst anlässlich Audre Lordes 25. Todestages auf Englisch veröffentlicht und liegt hier nun endlich auch auf Deutsch vor. Es ist eine politische wie persönliche Hommage an Audre Lorde und ihr wichtiges transnationales, literarisches und aktivistisches Wirken.


3. Why we matter. Das Ende der unterdrückung. Emilia Roig. aufbau. 2021.

 

Emilia Roig deckt die Muster der Unterdrückung auf und leitet zu radikaler Solidarität an. Sie zeigt – auch anhand der Geschichte ihrer eigenen Familie –, wie Rassismus und Black Pride, Trauma und Ausschwitz, Homofeindlichkeit und Queerness, Patriarchat und Feminismus aufeinanderprallen.

 


4. Interdisziplinäre Stadtforschung. Themen und Perspektiven. Raphaela Kogler, Alexander Hamedinger (Hg.). Transcript Verlag. 2021.

Interdisziplinarität in der Stadtforschung ist ein Forschungsversprechen, das schon lange formuliert, aber nicht immer konsequent eingelöst wurde. Was bedeutet Interdisziplinarität für die Erforschung von komplexen Themenfeldern wie Wohnen, Infrastrukturen oder Mobilität? Die Beiträge des Bandes bieten einen Überblick zu unterschiedlichen disziplinären Perspektiven auf Stadt und Raum und zeigen, wie interdisziplinäre Stadtforschung verhandelt werden kann.


5. Aimee Köster & Die Schaffende Frau. Eine anarcha-femisitische Spurensuche in die Weimarer Republik.

Von 1919 bis 1925 gab die Redakteurin Aimée Köster in Dresden die Zeitschrift Die Schaffende Frau heraus. Ihre sozialistische Modezeitschrift wurde schnell zur „Pflichtlektüre“ syndikalistischer Fraeuengruppen. Sie verbindet frauenpolitische Anliegen mit libertäar-sozialistischer Bildung und Propaganda. Dabei stehen die wechselseitigen Beziehungen zwischen Privat- und Familienleben, politischer Bildung und Organisierung sowie der erträumten sozialistischen Revolution im Vordergrund.

Diese Broschüre eröffnet Einblicke in die theoretischen und praktischen Grundlagen einer revoltionären Frauenpolitik aus der Weimarer Republik, die damals zwar marginal blieb, uns als Vorläufer eines libertäar-sozialistischen Feminimus aber heute noch inspirieren kann.


6. Covid-19 internationale Perspektiven und Berichte. crimethInc., Amandla u. a. aufbau A.

 

Zuhause ist keine private Umzäunung, die uns in winzige Leben trennt, die nacheinander geteilt und erobert werden können; es ist de kollektive Solidaritäat, die wir aufbauen, indem wir füreinander einstehen und eingreifen, wenn wir sehen, dass andere bedroht werden.


7. Covid-Politik und die Neuformierung der Macht. Detlef Hartmann. aufbau A.

 

Die postdemokratische Bemäachtigung, wie sie in der Corna-Krise ihre Zuspitzung sucht, ist keineswegs vorübergehender Natur. Das lieght nicht nur daran, dass die Corona-Krise nicht beendet ist. Eine Reihe witerer Krisen haben bereits begonnen und verstärken sich zunehmend.


8. Mario Magonio. Tagebuch einer Gefangenschaft. 16. Juni 1944 – 1. Oktober 1945. 2020.

Warum waren 20.000 Italiener*innen nach Kriegsende 1945 im kleinen Städtchen Buckow im märkischen Oderland? Wer waren diese Menschen? Auf der Suche nach Antworten, fanden wir das „Diario di guerra“ von Mario Magonio. In täaglichen Eintragungen schildert es im Zeitraum 1944 – 1945 die Ereignisse und Umstäande seiner Deportation aus Genua in die Zwangsarbeit für die Demag/Alkett nach Falkensee bei Berlin und die schwierige Reise züruck nach Hause. Mario Magonio beschreibt anschaulich und konkret einen von tausenden Wegen, der italienische Gefangene damals in diese Region verschung.


9. Texte nach Hanau. stolzeaugen books gUG. 2021.

Am 19.02.2020 wurden in Hanau 9 Menschen unter anderem in einer Shisha Bar ermordet, einem Ort, an dem sie sich sicher fühlten. Wir fragen uns schon lange, was es noch braucht, damit endlich gesamtgesellschaftlich ernst genommen wird: Rassismus tötet. `Texte nach Hanau` bildet die Stimmen von 50 Menschen ab, die ihre Gefühle und Gedanken, Enttäuschungen und Erwartungen nach dem Anschlag in Hanau am 19. Februar 2020 zum Ausdruck bringen. Während anderswo Karnevalsfeste das Geschehen bestimmten, litt ein großer Teil der Bevölkerung unter dem kollektiven Schock, sowie dem lapidaren bis ignoranten Umgang der Medien – vielfach auch des weißen Freund:innenkreises und Umfelds. Die 63 Texte sind ehrlich, schonungslos, zutiefst berührend. Wer sich darauf einlässt, wird der eigenen Trauer begegnen, soviel ist sicher. Mit dem Buch `Texte nach Hanau` halten Sie ein Zeit-Zeugnis in den Händen, welches in dieser Form einzigartig ist. Alle Beiträge in diesem Buch wurden von BiPoC, also Menschen, die durch Rassismus diskriminiert werden, verfasst.


10. (Ausstellungskatalog) Rotspanier. Spanische Zwangsarbeiter während des Zweiten Weltkriegs. Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit. 2021.

Etwa 13 Millionen Kriegsgefangene, Zivilarbeitende und KZ-Häftlinge wurden während des Zweiten Weltkriegs in das Deutsche Reich verschleppt, um in der deutschen Kriegswirtschaft Zwangsarbeit zu leisten. Zwangsarbeitereinsätze gab es jedoch auch außerhalb Deutschlands. In den von NS-Deutschland besetzten Ländern wurde die Zivilbevölkerung zur Zwangsarbeit rekrutiert und vor Ort eingesetzt.

Ein besonderer Fall waren die antifaschistischen Republikaner aus dem spanischen Bürgerkrieg. Vom Militär unter General Franco besiegt, flohen 1939 etwa 450.000 Männer, Frauen und Kinder nach Frankreich. Dort wurden sie in Lagern interniert.
Die NS-Propaganda bezeichnete die Franco-Gegner als „Rotspanier“.

Die dreisprachige Wechselausstellung (deutsch/spanisch/französisch) der Historiker Dr. Peter Gaida und Dr. Antonio Munoz Sánchez behandelt den Einsatz der spanischen Flüchtlinge in der französischen Armee und Kriegswirtschaft. Ab 1940 mussten sie zunächst für das Vichy-Regime, das mit Deutschland kollaborierte, dann für die deutsche Besatzungsmacht in Frankreich Zwangsarbeit leisten. Die Ausstellung schildert die Deportation tausender „Rotspanier“ in die Konzentrationslager, vor allem nach Mauthausen, und ihren Einsatz beim Bau des „Atlantikwalls“ für die nationalsozialistische „Organisation Todt“. Etwa 10.000 Franco-Gegner schlossen sich dem französischen Widerstand an.

Das Schicksal der spanischen Republikaner ist in Deutschland nur wenig bekannt und wird in dieser Ausstellung erstmalig einem breiten Publikum vorgestellt.


11. Hab keine Angst, erzähl alles! Das Attentat von Halle und die Stimmen der Überlebenden. Esther Dischereit (Hg.). Herder. 2021.

Zahlreiche Überlebende und Angehörige der Opfer der Mordanschläge von Halle am 9. Oktober 2019 wollen sich mit diesem Buch Gehör verschaffen. Während des Prozesses haben sich viele Betroffene und ihre Anwälte zu Wort gemeldet und in bewegenden, außergewöhnlichen Texten und Reden ihrem Schmerz und ihrem Zorn Ausdruck verliehen; und sie fragen nach Solidarität und Zusammenhalt in einer vielfältigen Gesellschaft nachgegangen.
Eine Auswahl dieser und weiterer Texte hat Esther Dischereit in Zusammenarbeit mit den Autorinnen und Autoren zusammengestellt. Daraus entsteht eine beeindruckende Dokumentation des Anschlags mit besonderem Augenmerk auf die juristische und öffentliche Verarbeitung sowie das Erleben der Betroffenen.


12. Les aventures de Mona. Jean Grave, Montserrat Puig Garrido. Descontrol. 2021.

La Nona és una nena de nou anys a qui li encanten els llibres. De la seva imaginació sorgeix aquesta aventura on la solidaritat, l’ecologia, el treball laboriós, la inclusió, la raó, el seny i sobretot l’amistat son la base d’una vida lliure a Autonomia. Però en Monadi, rei d’Argirocràcia està vigilant per raptar i portar al seu país les persones lliures per esclavitzar-les. Aconseguiran les nostres amigues alliberar la Nona d’un país on els diners són més lliures que les persones?


13. Queering Athens. Το πέρασμά μου απο το queer κίνημα της περιόδου 2000-2015. Α.Μ. , ΠΓΦΜ. 2021.

 

Το παρόν κείμενο θέλει να είναι μια σύντομη ιστορία της διαδρομής μου στο queer κίνημα που αναπτύχθηκε στην Αθήνα την περίοδο 2000-2015, δίνοντας ιδιαίτερη βαρύτητα στη δράση του queericulum vitae (qv).


14. Συναντήσεις στην αυλή της Rosa Nera. Αποσπάσματα απο τη σπορά της κατάληψης «Μαύρο Ρόδο». Εκδόσεις των ξένων. 2021.

«Στις 5 Σεπτεμβρίου 2020, κεφάλαιο και κράτος δρουν συντονισμένα και εκκενώνουν την κατάληψη Rosa Nera στα Χανια. Η χαρακτηρισμένη ως πιο κοινωνική κατάληψη στον ελλαδικό χώρο δέχεται την αγκαλιά της αλληλεγγύης από πολλά σημεία του πλανήτη και κύματα συμπαράστασης από τη γεωγραφία που ονομάζεται Ελλάδα. Στα Χανιά οι δράσεις αλληλεγγύης συνεχίζονται σχεδόν καθημερινά επί 9 μήνες μετά την εκκένωση – και καταφέρνουν την απελευθέρωση της Ρόζας στις 5 Ιουνίου 2021. Το βιβλίο που κρατάτε στα χέρια σας είναι μία από αυτές τις εκδηλώσεις αλληλεγγύης και τα έσοδά του θα διατεθούν για την κάλυψη των δικαστικών αναγκών των συντρόφων και συντροφισσών, ως ελάχιστη συμβολή στον αγώνα για τη ζωή.                                                                                                                                           Ο συλλογικός αυτός τόμος, που συγκεντρώνει πρωτογενές υλικό από ανθρώπους που έζησαν (σ)τη Rosa Nera ή την επισκέφτηκαν (για συναυλίες, θεατρικές παραστάσεις, παρουσιάσεις βιβλίων, συζητήσεις) καθώς και από τη συνάντηση συλλογικοτήτων του ευρύτερου κινήματος της πόλης των Χανίων, θέλει να συμβάλει επίσης στην αναντίστοιχη με τον πλούτο του κινήματος βιβλιογραφία σχετικά με τους κατειλημμένους χώρους».

Στον συλλογικό τόμο συμμετέχουν με κείμενά τους:

Ασπάλαθος, Αυτοοργανωμένη Ομάδα Παραδοσιακών Χορών της Rosa Nera, Γιάννης Βασιλάκης, Iain Boal & Joseph Matthews (Ομάδα Retort), Γαλάτεια & Μαρία, Δές-πολλες, εκδόσεις των ξένων κ.ά., Έμφυλες Αταξίες, John Holloway, Ηρώ, Tomás Ibañez, Incognita Sperans, Γεράσιμος Κακολύρης, George Katsiafikas, Γιώργος Κολέμπας, Παναγιώτης Κούστας, ΚΡαΧ (Κοινωνικό Ραδιόφωνο Χανίων), Οικογένεια μπλαζ, ΠΑΠ, Αλεξάνδρα Περιστεράκη, Πικραλίδες, Σάμυ, Νίκος Σούζας, Στέκι Μεταναστών – Κοινωνικό Στέκι Χανίων, Συνέλευση Πάρκου Ειρήνης και Φιλίας, Συνέλευση της Rosa Nera, Τσιριτσάντσουλες, Aritz Tutor Anton, Raoul Vaneigem, Yar Aman.


15. Απελευθερώνοντας Εδάφη. Συντονισμός Χανιων για το ταξίδι των Ζαπατίστας στη δική μας γεωγραφία. 2021.

Μου δίδαξε ο γέρο-Αντόνιο πως κάποιος είναι τόσο μεγάλος όσο ο εχθρός που διάλεξε να παλέψει, κι ότι κάποιος είναι τόσο μικρός όσο μεγάλος είναι ο φόβος που τον διακατέχει.                                                                                         «Διάλεξε ένα μεγάλο εχθρό κι αυτό θα σε αναγκάσει να μεγαλώσεις για να μπορέσεις να τον αντιμετωπίσεις. Μίκρυνε το φόβο σου, γιατί, αν μεγαλώσει, εσύ θα γίνεις μικρός», μου είπε ο γέρο-Αντόνιο ένα βροχερό μαγιάτικο απόγευμα, την ώρα εκείνη που βασιλεύουν το ταμπάκο κα ο λόγος. Η κυβέρνηση τον τρέμει το λαό του Μεξικού, γι‘ αυτό έχει τόσους στρατιώτες και αστυνομικούς.                                                                                                                      Έχει ένα φόβο πολύ μεγάλο. Κατά συνέπεια, η ίδια είναι πολύ μικρή. Εμείς φοβόμαστε τη λήθη, που πάμε να τη μικρύνουμε με πόνο και αίμα. Γι’αυτό είμαστε μεγάλοι.

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Neue Bücher / New Books / Nuevos Libros

August / Agosto / August / Agost

1. Gämsen auf der Lawine. Der Kärntner Partisanenkampf. Prušnik-Gašper. Wieser Verlag. 2015.

Gämsen auf der Lawine standen ganz zu Beginn. 1980. Wie wurden sie damals gelesen, noch bevor das Lesen der Vergangenheit angesagt war, noch bevor in Österreich die Debatte um das Pferd und seinen Reiter, der nichts wusste, begann?

Die persönlichen Erinnerungen des Organisators des Widerstandes in Kärnten gegen das Dritte Reich und die nationalsozialistische Gewaltherrschaft, geschrieben in der Gefangenenanstalt Karlau, in die Karel Prušnik-Gašper nach dem Sieg über den Faschismus von den Engländern interniert wurde.

Als am 15. Mai 1945 der Sieg über den Faschismus endgültig Tatsache wurde und die letzten Kämpfe auch in Südkärnten verebbten, war es Gewissheit: Die nazistische Gewaltherrschaft war gebrochen, der industriellen Vernichtung von Menschen und Ressourcen ein Ende bereitet. Der Weg zur Demokratie und zur neuen demokratischen Ordnung in Europa wurde mit großem Leiden und persönlichem Einsatz erkämpft. Dazu beigetragen haben die Widerstandskämpfer der Kärntner Slowenen und viele Antifaschisten aus Österreich. Sie waren der einzige organisierte und bewaffnete Widerstand innerhalb des Dritten Reiches, und sie ließen sich auch nicht von defaitistischen Losungen einschüchtern, die da meinten, »warum als Partisan in den Wäldern gegen den Faschismus kämpfen, wenn sich doch Fichten nicht überzeugen lassen«.

Die 1958 in slowenischer Sprache erschienenen persönlichen Erinnerungen Karel Prušnik-Gašpers und seine detailgetreuen Aufzeichnungen waren zu seiner Zeit nicht nur ein erster Beitrag von Oral History, sie waren auch von dem Wunsch getragen, den nachkommenden Generationen die Grundlagen eines besseren Lebens zu vermitteln, und geleitet von der Sehnsucht, den jahrzehntelangen nationalistischen Auseinandersetzungen innerhalb Kärntens den Boden zu entziehen.


2. Wie man eine Pipeline in die Luft jagt. Kämpfen lernen in einer Welt in Flammen. Andreas Malm. Matthes & Seitz Berlin. 2020

Die wissenschaftlichen Fakten bezüglich der Klimakrise, die Daten, die das Massenaussterben und die Erderwärmung beziffern, liegen auf dem Tisch, an dem führende Politikerinnen und Politiker regelmäßig zusammenkommen, um Klimaziele zu vereinbaren. Auf den Straßen vor den Tagungshotels und Regierungspalästen protestieren nicht erst seit gestern immer mehr Menschen. Sie starten Petitionskampagnen und sammeln Unterschriften. Trotzdem haben wir es mit einer nach wie vor boomenden Industrie für fossile Brennstoffe zu tun, die Gewinne steigen kontinuierlich. Ist es also an der Zeit, das kaputt zu machen, was uns kaputt machen wird? In diesem mitreißenden Manifest fordert Andreas Malm nichts weniger als die Eskalation: Wir müssen die Förderung fossiler Brennstoffe zum Stillstand bringen – mit unserem Handeln, unseren Körpern, mit allem, was uns zur Verfügung steht. In seiner historisch fundierten Lesart der Geschichte erfolgreicher sozialer Bewegungen – für das Frauenwahlrecht, gegen die Apartheid – zeigt Andreas Malm, dass jeder dieser Kämpfe Grenzen überschritten hat: Eigentum wurde zerstört, Infrastruktur angegriffen. Nur so konnte der notwendige Druck aufgebaut werden, um Veränderung voranzutreiben. Mit der Leidenschaft eines Aktivisten und dem Wissen eines Forschers diskutiert Andreas Malm das Spannungsfeld zwischen Gewaltfreiheit und direkter Aktion, Strategie und Taktik, Demokratie und sozialer Veränderung. Und zeigt uns, wie wir in einer Welt kämpfen können, die längst in Flammen steht.


3. Una dura batalla por los recuerdos. Margrit Schiller. Bauma/Azadi Jin. 2021.

Con una mirada sincera e íntima Margrit Schiller narra su historia, desde la infancia en una familia conservadora, marcada por los secretos y traumas del nazismo y la segunda guerra mundial, pasando por su despertar político en un entorno estudiantil radical al principio de los años 70. Hija de su tiempo, observando el mundo con una mirada crítica, empieza su camino de militancia en colectivos de la izquierda radical, y eventualmente las pequeñas y grandes decisiones de la vida le llevan a conocer a las personas que formaban el núcleo de la RAF (Rote Armee Fraktion, organización armada de la extrema izquierda alemana de la década de 1970 y 1980)

La voz de Margrit Schiller nos acerca a estos territorios de la lucha dónde nos cuesta transitar, estos lugares dónde habitan el miedo, las debilidades, las dudas, y el reconocer nuestros límites. Justamente esto hace de Una dura batalla por los recuerdos algo más allá de una autobiografía de una persona que estuvo en los grupos armados de los años 70, y se convierte en un testimonio valiente sobre su época, de una mujer que, eligiendo su propio camino, no dejó de luchar.


4. Écrits Politiques / Politische Schriften / Political Writings. Dhoruba Bin Wahad. Terrasses éditions. 2021.

Avec ce recueil d’écrits politiques, traduits et présentés par les Editions Terrasses, les écrits de Dhoruba Bin Wahad sont enfin disponibles en langue française. Il ouvre la porte aux voix toujours présentes aux USA et dans le monde faisant le lien direct avec les organisateurs du Black Panther Party pensant la lutte contre le fascisme à partir des besoins du peuple, avec les militant.e.s clandestin.e.s de la Black Liberation Army résistant à la violence d’état raciste et libérant Assata Shakur, avec les prisonniers politiques en lutte dans les geôles du complexe militaro-industriel, avec les militant.e.s anti-impérialistes continuant de penser la solidarité internationale concrète avec la Palestine anticoloniale et libre et les pays en lutte contre l’hégémonie impérialiste. Ces textes de Dhoruba Bin Wahad, écrits tout au long des dernières décennies, connectent ces luttes et les analysent en faisant toujours l’effort de les lire à l’aune des réalités matérielles des populations Noires aux Etats-Unis, de la population carcérale, du peuple palestinien et des autres peuples africains du début des années 1970 à aujourd’hui. D’Assata Shakur à Georges Floyd, du rap et de la révolte à la réalité du «nouvel âge de l’impérialisme», ce recueil prouve que ces luttes souvent saisies d’un point de vue seulement historique, n’ont jamais cessées et constituent la base des luttes actuelles qu’il faut mener contre toutes formes d’oppression. Ils sont également accompagnés d’une interview conduite par Greg Thomas, essentielle pour comprendre la pensée et les engagements de Dhoruba Bin Wahad.


5. Erwin Kostedde. Deutschlands erster schwarzer Nationalspieler. Alexander Heflik. Die Werkstatt. 2021.

Der erste Schwarze im Trikot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft

Rassismuserfahrungen, sportliche Erfolge, die vergebliche Suche nach dem eigenen Vater, ein Gefängnisaufenthalt für eine Straftat, die er nicht begangen hat, ein Suizidversuch, Alkoholprobleme, finanzielle Pleiten – Erwin Kostedde, der erste schwarze deutsche Nationalspieler, blickt auf ein aufregendes und sehr tragisches Leben zurück. Richtig glücklich fühlte er sich nur auf dem Platz, beim Fußball. Da konnte er alles vergessen, er selbst sein.

Alexander Heflik hat ihn über viele Jahre begleitet und legt nun ein sensibles Porträt vor.


6. Afropäerinnen. Theatertexte aus Frankreich und Belgien von Laetitia Ajanohun, Rébecca Chaillon, Penda Diouf, Éva Doumbia. Charlotte Bomy & Lisa Wegener (hrsg.). Neofelis. 2021.

In den letzten Jahren hat sich in Frankreich und Belgien eine neue Generation von Dramatikerinnen herausgebildet: Laetitia Ajanohun, Rébecca Chaillon, Penda Diouf und Éva Doumbia stehen exemplarisch für vielseitige Künstlerinnen, die oft auch als Prosaautorinnen, Schauspielerinnen und Regisseurinnen arbeiten und sich dem Aktivismus verschrieben haben. Diese zeitgenössischen Theaterautorinnen verbindet die Suche nach einer neuen Schwarzen Identität und Geschichtsschreibung in Europa, die den Blick auf die Auswirkungen eines jahrhundertealten kolonialen Erbes lenkt und das Selbstbewusstsein afrikanischer Künstler*innen in der Diaspora stärkt.

Der zweite Band der Reihe Drama Panorama – Neue internationale Theatertexte ist diesen vier Künstlerinnen gewidmet, die in ihren Theatertexten und Performances ein starkes Bild der strukturellen Unterdrückung Schwarzer Menschen in Frankreich und Belgien zeichnen. In ihren Erzählungen von rassistischer Diskriminierung, kolonialen Kontinuitäten in den mehrheitlich weißen Gesellschaften Europas, Polizeigewalt und sexualisierten Zuschreibungen schlagen sie den Bogen von persönlicher Erfahrung und Intimität zu frappierend universellen Motiven. Mit großer Lust an der Dekonstruktion widmen sie sich Schwarzen Identitäten und afrofeministischen Positionen.


7. Afrofeminismo. 50 años de lucha y activismo de mujeres negras en España (1968-2018). Abuy Nfubea. Ménades. 2021.

Es ya sabido por todas que la Historia que nos ha llegado no siempre está completa, cubre todos los puntos de vista o es incluso fiable. Afrofeminismo es un libro que pretende dar un punto de vista nuevo, o poco hablado, de nuestra historia a partir del relato de varias mujeres negras que han determinado el actual movimiento panafricanista de España. „Si estamos viviendo una revolución tremenda y extraordinaria es gracias a ellas, a la lucha de millones de mujeres negras que durante décadas se han jugado la vida en tiempos mucho más difíciles“ escribe Cristina Fallarás en el prólogo del libro.

Afrofeminismo se trata de un recorrido por 50 años de historia, que nace de la propia experiencia y recuerdos del autor, de su entorno y su vida. „No he usado la tradición intelectual occidental para expresarme, sino la de las cimarronas, la de las negras del gueto de las hermanas en la puerta de Stones, sin papeles, manteros y raperos que no aparecen en RNE3, que son el sujeto de esta historia“.

A través de 35 testimonios orales a modo de entrevistas a reconocidas militantes se ha construido un relato que busca „abordar, sin complejos, la histórica lucha de las mujeres en el movimiento panafricanista, tratando de establecer un marco teórico de corte operativo“, como explica su autor en el libro.


8. (Austellung) Report from Exile. Fotografien von Fred Stein. Deutsches Historisches Museum. 2021.

Das Werk Fred Steins ist untrennbar mit der deutschen Geschichte verbunden. 1933 aus Deutschland geflohen, ergriff der ausgebildete Jurist den Beruf des Fotografen. In Paris und New York porträtierte er bekannte Persönlichkeiten des literarischen und politischen Exils: Autorinnen und Publizisten, Journalisten und Intellektuelle, die meisten von ihnen als Juden und Gegner des Nationalsozialismus verfolgt wie er. In der Ausstellung zeigt das Museum seine Porträts und Stadtansichten aus den 1930er bis 1960er Jahren erstmals in dem Kontext, in dem Stein seine Aufnahmen machte – etwa auf dem Internationalen Schriftstellerkongress zur Verteidigung der Kultur 1935 oder im Umfeld des Schutzverbands deutscher Schriftsteller im Ausland.

Die Ausstellung im Deutschen Historischen Museum zeigt Steins beruflichen Weg vom talentierten Autodidakten zu einem wichtigen Chronisten und Porträtisten deutschsprachiger Emigrantinnen und Exilanten. Zu sehen sind unter anderem Hannah Arendt, Willy Brandt, Bertolt Brecht, Lion Feuchtwanger, Klaus Mann und Anna Seghers.


9. Rutes per la València Anarquista. Edició a càrrec de Francisco Collado Cerveró. Espai de lliure aprenentatge El Punt. 2021.

Aquesta és una publicació sobre l’anarquisme a la ciutat de València al llarg dels seus 150 anys d’història. Pensem que una manera de transmetre la presència de les anarquistes a València és a través dels llocs per on van transitar o pels quals ho fan encara hui en dia.

Volem recuperar aquests espais de la memòria llibertària, memòria i història col·lectiva de cultura i lluita que el relat hegemònic vol esborrar i negar.

Es tracta d’una primera aproximació per a reconèixer la ciutat des d’un punt de vista diferent, com mai no ens l’han mostrada i tindre la possibilitat de recórrer-la a partir de les 12 rutes proposades amb 196 parades, més de 250 llocs referenciats, dos centenars d’imatges i un cançoner revolucionari.


10. Striplife. Nicola Grgnani, Alberto Mussolini, Luca Scaffidi, Valeria Testagrossa, Andrea Zambelli. Teleimmagini. 2013.

Sprachen: italienisch und englisch

Striplife is a choral movie telling the stories of Gaza strip. In the space of one day, characters’ stories meld with the environment. Men and women capable of tenderness and smiles, holding out against seemingly impossible life conditions. Not a movie about Gaza, but with Gaza.

Gaza strip. Something inexplicable happened during the night: dozens of manta rays beached. Many fishermen rush to grab them. In the meanwhile, the city is waking up. Antar wakes up his brother: it’s the big day, in the afternoon he will be recording his first album. Noor puts the make-up on, she will have to be in front of a camera. Jabber is already on the pitch. Around him guns fire. A demonstration walks through the streets. Moemen is there to do his job, he’s a photographer. At the docks, a ship comes back full of bullet holes. The voice of a muezzin singing is amplified by minarets. Like a dream, the boys of Parkour Team twirl around a graveyard.


11. Postkolonialer Antisemitismus? Achille Mbembe, die palästinensische BDS-Bewegung und andere Aufreger. Micha Brumlik. VSA. 2021.

Ist es zulässig, Israel und den Zionismus – einschließlich der mehr als 50 Jahre währenden Besatzungsherrschaft im Westjordanland – als »kolonialistisch« zu bezeichnen und die Besatzungsherrschaft zur »Apartheid« und damit für rassistisch zu erklären?

Micha Brumlik, ausgewiesener Autor zu jüdischen Themen, mischt sich in die nicht enden wollende Debatte ein, die durch die Zuspitzung der Auseinandersetzungen in Israel/Palästina im Mai 2021 und deren Nachhall hierzulande neue Brisanz gewonnen hat. Er greift die Anlässe der Diskussionen um die aktuelle Ausbreitung von Antisemitismus auf, stellt die Facetten der Streitpunkte um den »Postkolonialen Antisemitismus« dar und analysiert die historischen Hintergründe.


12. Unicorn. The Memoir of a Muslim Drag Queen. Amrou Al-Kadhi. 4Th Estate. 2019

My name is Amrou Al-Kadhi – by day. By night, I am Glamrou, an empowered, fearless and acerbic drag queen who wears seven-inch heels and says the things that nobody else dares to.

Growing up in a strict Iraqi Muslim household, it didn’t take long for me to realise I was different. When I was ten years old, I announced to my family that I was in love with Macaulay Culkin in Home Alone. The resultant fallout might best be described as something like the Iraqi version of Jerry Springer: The Opera. And that was just the beginning.

This is the story of how I got from there to here: about my teenage obsession with marine biology, and how fluid aquatic life helped me understand my non-binary gender identity; about my two-year scholarship at Eton college, during which I wondered if I could forge a new identity as a British aristocrat (spoiler alert: it didn’t work); about discovering the transformative powers of drag while at university (and how I very nearly lost my mind after I left); and about how, after years of rage towards it, I finally began to understand Islam in a new, queer way.

Most of all, this is a book about my mother. It’s the journey of how we lost and found each other, about forgiveness, understanding, hope – and the life-long search for belonging.


13. Sister Outsider. Audre Lorde. Hanser Verlag. 2021.

Audre Lorde wusste, was es heißt, als Bedrohung zu gelten: als feministische Dichterin, als Schwarze Frau in einer weißen akademischen Welt, als lesbische Mutter eines Sohnes. Viele „Formen menschlicher Verblendung haben ein und dieselbe Wurzel: die Unfähigkeit, Unterschiedlichkeit als eine dynamische Kraft zu begreifen, die bereichernd ist, nicht bedrohlich“. Lorde widmete ihr Schaffen dem Kampf gegen Unterdrückung. Verschiedenheit und Schwesternschaft, Zorn, Erotik und Sprache wurden zu kraftvollen Waffen. In ihren Texten über Rassismus, Patriarchat und Klasse finden wir Antworten auf die brennenden Fragen der Gegenwart – ein halbes Jahrhundert nach Erscheinen beweist der Band seine erschreckende Aktualität.


14. All about love: New visions. bell hooks. William Morrow Paperbacks. 2018.

The word ‘love’ is most often defined as a noun, yet…we would all love to better if we used it as a verb,” writes bell hooks as she comes out fighting and on fire in All About Love. Here, at her most provacative, the renowned scholar, cultural critic, and feminist skewers our view of love as romance. In its place she offers a proactive new ethic for a people and a society bereft with lovelessness.

As bell hooks uses her incisive mind and razor-sharp pen to explode th question “What is love?” her answers strike at both the mind and heart. In thirteen concise chapters, hooks examines her own search for emotional connection and society’s failure to provide a model for learning to love. Razing the cultural paradigm that the ideal love is infused with sex and desire, she provides a new path to love that is sacred, redemptive, and healing for the individuals and for a nation.


15. Wie schreibe ich divers? Wie spreche ich gendergerecht?. Ein Praxis-Handbuch zu Gender und Sprache. Lann Hornscheidt & Ja’n Sammla. w_orten&meer. 2021.

„Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Diverse“?Wie können Texte, Formulare, Nachrichten und Gespräche so formuliert werden, dass sich auch Personen angesprochen fühlen, die sich nicht als Frauen und Männer verstehen?Welche Formen gibt es für genderneutrale Begrüßungen und Anreden, schriftlich und mündlich? Wie können Formulare, Rechnungen, Anschreiben und überhaupt tägliche Kommunikation gestaltet werden, ohne zu diskriminieren? Wie ist es möglich, Verwandtschaftsverhältnisse zu benennen, ohne immer wieder Geschlecht aufzurufen? Diese Fragen und viele mehr werden mit konkreten Formulierungsvorschlägen beantwortet und anhand zahlreicher Beispiele illustriert. Der Leitfaden hilft beim Formulieren in 100 verschiedenen Alltags- und Berufssituationen – als kleines Nachschlagewerk, als immerwährende Inspirationsquelle, zum Nachdenken und Diskutieren mit anderen.


16. (Magazine) Irgendwas mit sexualität. Sai Magazine. Nummer 01. 2020-2021.

Das Magazin enthält Essays, Reportagen, Interviews und Illustrationen von 22 Autor:innen und Künstler:innen auf insgesamt 100 Seiten. Unsere Autor:innen begleiten Sex mit Be_hinderung, schreiben von der Übersexualisierung Schwarzer Frauen und über die Schönheit weiblicher Selbstbefriedigung. Wir glauben nicht, dass die Devise »Sex Sells« stimmt. Wir glauben, dass bisher nur bestimmter Sex verkauft wird. Deswegen möchten wir neue Narrative rund um Sexualität schwarz auf weiß in die Welt setzen.


17. (Magazine) Boykott Magazine. #01. 2021

Feminist*innen, Trans*, Inter* und Queers streiten seit langem für ein besseres Miteinander aller Geschlechter. Wo sind die Männer? Das Magazin richtet sich primär an genau die. Wir wollen gemeinsam ausloten, wie ein (pro)feministisches, herrschaftsdekonstruierendes Handeln und ein Selbstreflexionsprozess für (cis) Männer aussehen kann. Hierfür wollen wir Anreize und Denkanstöße geben. Und einen Raum für Austausch schaffen.

In den Rubriken Beziehung&Freund*innenschaft, Sex&Flirt, Theorie, Medizinisches und Sexismus… setzen sich unsere Autor*innen mit Männlichkeit und der Überwindung toxischer Strukturen auseinander.


18. (Austellung) 150 Jahre Pariser Kommune. unabhängiges Autorenkollektiv. 2021.

Sprachen: englisch und deutsch

2021 jährt sich der 150.Jahrestag der Pariser Kommune, die 72 Tage existierte. Am 18.Maŕz standen viele Bewohner*innen von Paris auf, um ihre Geschicke in die eigenen Hände zu nehmen. In kurzer Zeit wurden viele Entscheidungen getroffen, die das Leben fur die bisher unterdruckte Mehrheit  der Menschen gerechter machten. Die Reichen zogen sich zu Tode erschrocken  in die Schlosser am Rande von Paris zuruck.

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Neue Bücher / New Books / Nuevos Libros

April / April / Abril / Απρίλιος

1. Rebellisches Berlin. Expeditionen in die Untergründige Stadt. Gruppe Panther & Co. Assoziation A. 2021.

Das Buch »Rebellisches Berlin« nimmt die Geschichte des widerständigen Berlins in den Blick und beschreibt in einem weiten historischen Bogen unterschiedliche Protest- und Widerstandsaktionen.

Das Buch erzählt unter anderem vom Berliner Unwillen des Jahres 1440, von der Kartoffelrevolution und der gar nicht so bürgerlichen Revolution 1848, von den Streiks und Protesten gegen den Ersten Weltkrieg ebenso wie von heutigen antimilitaristischen Kämpfen, von den sogenannten Studentenunruhen 1968, den Hausbesetzungen der 1980er im West- und denen der 1990er im Ostteil der Stadt, von den Kämpfen gegen Rechtsradikalismus und denen der Migrant_innen seit dem faktischen Ende des Asylrechts 1993, von den aktuellen Auseinandersetzungen um Wohnen, Miete und Gentrifizierung.

2. Die Kommunen vor der Kommune 1870/71. Detlef Hartmann, Christopher Wimmer. Assoziation A. 2021

Bereits vor der Pariser Kommune 1871 entwickelten sich in Städten wie Lyon, Marseille oder Le Creusot aufständische Bewegungen. So entfesselten die Arbeiter*innen bei der metallurgischen Fabrik Schneider in Le Creusot einen gewaltigen Streik und riefen eine »industrielle Kommune« aus. Ein Sprecher der Bewegung war der junge Einrichter Adolphe Assi, der seine Erfahrungen später in die Pariser Kommune einbringen sollte. Auch in etlichen anderen Orten kam es zu Erhebungen und wurden »Kommunen« ausgerufen. Mit deren Beginn, so die Historikerin Jeanne Gaillard, hatte die Provinz schon eine oder sogar zwei revolutionäre Phasen erlebt. Dennoch sind sie lange Zeit fast völlig vernachlässigt worden. Das Interesse der linken wie bürgerlichen Geschichtsschreibung galt vorrangig der Pariser Kommune.

3. Remembering the Armed Struggle. My time with the Red Army Faction. Margrit Schiller. OM Press. 2021.

In Remembering the Armed Struggle, Margrit Schiller recounts the process through which she joined her generation’s revolt in the 1960s, going from work with drug users to joining the antipsychiatry political organization the Socialist Patients’ Collective and then the RAF. She tells of how she met and worked alongside the group’s founding members, Ulrike Meinhof, Andreas Baader, Jan-Carl Raspe, Irmgard Möller, and Holger Meins; how she learned the details of the May Offensive and other actions while in her prison cell; about the struggles to defend human dignity in the most degraded of environments, and the relationships she forged with other women in prison.

4. Aus der Erinnerung. Die antifranquistischen Revolten der 1970er Jahre. Jann Marc Rouillan. Edition cimarron. 2021.

Nach dem Spanienkrieg 1936-1939 hat der Widerstand gegen das Franco-Regime nie aufgehört. Von der Retirada 1939 bis zur Transición 1975 hat es eine Kontinuität bewaffneter Auseinandersetzungen gegeben, in denen die eine Generation von Guerillagruppen der folgenden ihre Erfahrungen und Waffen weitergab. Der weltweite Aufbruch der 1960er Jahre brachte einen neuen Wind in die militanten Zusammenhänge des iberischen Untergrunds. Bei der Jugend in Toulouse, der Hauptstadt der antifranquistischen Exilrepublikaner, wuchs die Lust, an diesem Kampf teilzunehmen. Demos und Straßenkämpfe gingen schnell in illegale Aktionen über, und allmählich kristallisierte sich daraus eine Szene, die sich zu organisieren begann. Ernsthaft, aber auch voller Heiterkeit, Erfindungsreichtum und Energie. Wieder gingen die Waffen von den Händen der Älteren in die der Jüngeren über. Vive la Commune, MIL, GARI… Das ist die Geschichte, die Jann Marc Rouillan hier erzählt. Es ist auch die Geschichte, die zur Gründung von Action Directe geführt hat, in der viele aus dem antifranquistischen Widerstand mit anderen zusammengekommen sind.

5. Protestrecht des Körpers. Einführung zum Hungerstreik in Haft. Sabine Hunziker. Unrast. 2016.

Immer wieder entschließen sich Aktivist*innen, in der Haft zu protestieren – ein Kampf gegen die Einschließung in die Haftanstalt. Ein mögliches Mittel dazu ist der Hungerstreik. Es braucht jedoch Mut, diese Streikform zu wählen und durchzuhalten, denn die Streikenden befinden sich in einem asymmetrischen Machtverhältnis, in dem Einzelne einem ganzen Repressionsapparat gegenüberstehen. Die vorliegende kurze Einführung zum Thema enthält einige Erfahrungsberichte, skizziert die geschichtlichen Wurzeln und benennt mögliche Vorgehensweisen der AkteurInnen.

6. A normal life. The struggles and escapes of a wanted man. Vassilis Palaiokostas. The colleagues’ publications. 2020.

..awoke the beast inside me prematurely. Thinking it was still too early for any “sneaky” plans, I tried my best to keep it under control, and it appeared to be understanding. And yet, the moment it woke, it wreaked havoc on everyone. Its howls were its excruciating speech saying what a thousand wise men couldn’t. It would pierce through my ears, taking over me. I couldn’t hide it. It was visible in my every move. In my step, my gaze, my speech. It demanded its right to freedom, right there and then. How could I silence it? How can you restrain such a will to live? This wild beast plainly refused to kneel before its chains. It forbade me to live a captive man, let alone accept my captivity as a normal condition. It kept me alert, constantly searching for a way out. Willing to dig, to saw bars, to set the walls ablaze, to build a ladder and climb to the stars, until it discovered an exit. It wanted to get rid of this circle dance those human vampires were dancing around it. Until it got out, far away. Until it stood in the forest; until it breathed the fresh mountain air; until it could hear its voice echoing under the starlight.

7. Wir wissen was wir wollen. Frauenrevolution in Nord- und Ostsyrien. Widerstand und gelebte Utopien Band II. Herausgeber_innenkollektiv. edition assemblage. 2021.

In Nord- und Ostsyrien wird seit 2011 ein basisdemokratisches Projekt aufgebaut, welches sich ideologisch auf die kurdische Freiheitsbewegung bezieht. Leitidee dieser ist das Konzept des Demokratischen Konföderalismus, welcher auf Geschlechtergleichheit, Basisdemokratie und Ökologie fußt. Der gesellschaftliche Transformationsprozess wird auch als Frauenrevolution bezeichnet. Doch was macht diese aus?

Das Herausgeber_innenkollektiv führte Interviews mit Frauen, die diese Frage aus ihrer Perspektive beantworten und die Umsetzung der Frauenrevolution in die Praxis beschreiben. Zentral in ihren Erzählungen ist der gelebte Widerstand, nicht nur gegen militärische Angriffe auf die Region, sondern auch gegen patriarchale Strukturen in der Gesellschaft. Sie berichten von der Organisation in Räten, dem Aufbau einer alternativen Ökonomie und warum es dafür autonome, feministische Organisierung braucht. Neben einer historischen Einordnung der kurdischen Frauenbewegung und ihren ideologischen Bezugspunkten zeigt das Buch die Bedeutung feministischer Organisierung für eine globale Perspektive auf gesellschaftlichen Wandel.

8. Einführung in islamische feminismen. Lana Sirri. w_orten & meer. 2017.

Kaum eine Vorstellung ist so verkannt und erfährt in der weiß-deutschen, auch feministischen Öffentlichkeit eine so starke Skepsis, Missachtung und Unkenntnis wie die Verbindung von Islam und Feminismus. Islamischer Feminismus ist aber vielfältig und lebendig – wie die unterschiedlichen Lebensrealitäten vieler Muslim*innen in Deutschland und weltweit.

Mit dem vorliegenden Band liefert Lana Sirri eine klare und wichtige Einführung in Theorie und Praxis Islamischer Feminismen: Was sind Ideen, Vorstellungen und Ansätze Islamischer Feminismen? Wie werden sie definiert und von welchen Personen und Gruppen? Welche Rolle spielen Religion, Geschlechterbilder, Sexualität und die geographische Position für die unterschiedlichen Islamischen Feminismen? Welche Differenzen und Gemeinsamkeiten gibt es innerhalb und zwischen muslimischen Communities zu Islamischem Feminismus? Lana Sirri stellt unterschiedliche feministische Positionen vor, diskutiert geschlechter- und sexualitätssensible Interpretationen der heiligen Texte und lässt in von ihr geführten Interviews deutsch-muslimische Aktivist*innen selbst von den aktuellen Herausforderungen und Kämpfen queerer und feministischer Muslimin*nen in Deutschland erzählen.

9. Mehr ist mehr. Meine Erfahrungen mit Polyamorie. Inna Barinberg. Edition assemblage. 2020.

Polyamorie kann so vieles sein: Mehr Liebe; mehr Reden; mehr Arme, die einen auffangen; mehr Eifersucht; mehr Spaß, mehr Kommunikation, ….Auf dem Weg dahin können sich einem viele Fragen stellen, beispielsweise: Wie navigiere ich neue Beziehungsenergie? Was tue ich wenn Absprachen gebrochen werden? Wie kann ich meine Eifersucht befreunden? Und wie macht man das eigentlich mit dem Kinder kriegen?

Offen, ehrlich und undogmatisch beschreibt Inna in den Texten Innas Auseinandersetzungen mit diesen und anderen Fragen rund um das Thema Polyamorie. Wichtig ist am Ende nicht, ob ihr als Leser*innen Inna in allem zustimmt, sondern die Auseinandersetzung an sich. Innas Texte regen an zum Nach- und Weiterdenken und sollen dabei unterstützen, eigene Positionen zu den Fragen zu finden – denn egal wie du liebst, am Ende zählt, dass du die Beziehungsform findest, die zu dir passt.

10. Kommt gut. 1001 Sex-Tipps und Illustrationen für mehr Oohs und Aahs. Jüne Plã. Edition Michael Fischer / EMF Verlag.

Nie wieder schlechter Sex!

Unter uns: Wie wollen wir unseren Sex gestalten? Langweilig, monoton, immer nach Schema F? Oder als fantasievolle, freudige Liebesbeziehung, in der wir immer wieder uns selbst und unseren Partner aufs Neue entdecken? Ja? Prima! Die Influencerin und Bestsellerautorin Jüne Plã zeigt uns genau das: Unverkrampft und humorvoll beschreibt sie anhand von einfachen Illustrationen und mit klaren Worten, wie wir alle – egal ob allein, als Paar, hetero, lesbisch oder schwul – zu mehr Spaß an der schönste Nebensache der Welt (zurück-)finden.

11. Radikale Zärtlichkeit. Warum Liebe politisch ist. Seyda Kurt. Harper Collins. 2021

What is love? Ist die Liebe Sinn des Lebens, eine politische Allianz, Illusion oder Selbstzweck? Oder ist sie gar unmöglich, weil wir uns zwischen Zukunftsängsten, überhöhten Ansprüchen und diskriminierenden Strukturen völlig zerreiben?

Şeyda Kurt nimmt unsere allzu vertrauten Liebesnormen im Kraftfeld von Patriarchat, Rassismus und Kapitalismus auseinander – und erforscht am Beispiel ihrer eigenen Biografie, wie traditionelle Beziehungsmodelle in die Schieflage geraten, sobald sicher geglaubte Familienbande zerbrechen und hergebrachte Wahrheiten in Zweifel geraten. Denn Liebe existiert nicht im luftleeren Raum. Sie ist ein Spiegel unserer Gesellschaft. Und sie ist politisch.

Wie also wollen wir wirklich lieben? Wen und wie viele? Wie kann er aussehen, ein radikaler Neuentwurf der Liebe? Und wie können Menschen sich gemeinsam gegen die Ismen unserer Gesellschaft behaupten – als Partner*innen, Familie und Freund*innen? Scharfsinnig, witzig und mit einem feinen Gespür für die zahlreichen Fallstricke und Dimensionen der Liebe erzählt Şeyda Kurt von ihrer Suche nach neuen Narrativen – und einer uns eigenen Sprache der Zärtlichkeit, in der wir mit überkommenden Beziehungsmodellen brechen und ein gerechteres Miteinander wagen können.

12. X them out! The Black Map of Racist Violence. Humanrights360, Rosa Luxemburg Stiftung.

The campaign “X them out! A Black Map of Athens” is designed to pinpoint and highlight the unseen criminality related to racist attacks in the public space.

The Golden Dawn trial has brought to light dozens of racist crimes, mostly against migrants and refugees. However, the full extent of its criminal, racist activity is not adequately known. With this campaign, we attempt to establish a topography of racist violence. We seek to make its dark dimensions and its deadly nature more familiar to the general public. To this end, we want to create, with the valuable support of 25 visual artists, an antiracist map of our city.

Racist violence is invisible only when we do not wish to see it, when we avoid confronting it. 2019, was the crucial, final year of the most important and biggest trials of our time. We have tried to visualise just a small part of this “topography of violence” that has its origins in Golden Dawn and fascism, in order to contribute to acquainting the general public with their crimes and in punishing their murderous activity.

13. 5 years of action. Political Stencil. Ekdoseisstoperithorio. 2019.

The P.S. is a group that carries out political graffiti of small and large size from 2014 until today. From small stencils to murals, they comment on what is happening in Greece and abroad through humor, sarcasm, denunciation. During their 7 years of operation they have supported unions, movements, collectives, individuals, groups of citizens through work. In the book you will find color photos and texts that record their work from 2014 to September 2019!

14. FILM. Gegen den Strom. Abgetaucht in Venezuela. Sobo Swobodnk. Partisan-filmverleih. 2019.

mit Untertiteln: französisch, englisch, katalanisch und spanisch

Ist ein Film über ein Land im Umbruch, über die katastrophale Situation in Venezuela und über einen seit 25 Jahren im Untergrund lebenden mutmaßlichen „linksradikalen Terroristen“, seine Flucht vor den deutschen Ermittlungsbehörden und über ein transatlantisches Musikprojekt, bei dem es um zerplatzte wie aufrechterhaltende linke Utopien geht, um Widerstand, politisches Engagement, sowie die Kraft und den Glauben an eine gesellschaftliche Veränderbarkeit durch Musik.

Mit Thomas Walter und Mal Élevé (vormals Irie Révoltés)

15. FILM. Born in Evin. Maryam Zaree. 2019.

Sprachen: deutsch, englisch, französisch und farsi // mit Untertiteln: deutsch

BORN IN EVIN erzählt die Geschichte von Regisseurin und Schauspielerin Maryam Zaree, die sich auf die Suche nach den gewaltvollen Umständen ihrer Geburt in einem der berüchtigsten politischen Gefängnisse der Welt macht. Vor genau vierzig Jahren wurde der Shah und die iranische Monarchie gestürzt. Ayatollah Khomeini, der neue religiöse Führer, ließ nach seiner Machtergreifung Zehntausende von politischen Gegnern verhaften und ermorden. Unter den Gefangenen waren auch die Eltern der Filmemacherin, die nach Jahren im Gefängnis beide überlebt haben und nach Deutschland fliehen konnten. Innerhalb der Familie konnte nie über die Verfolgung und das Gefängnis gesprochen werden. Maryam Zaree, heute erfolgreiche Schauspielerin und Autorin, stellt sich dem jahrzehntelangen Schweigen und geht den eigenen Fragen nach dem Ort und den Umständen ihrer Geburt nach.

16. FILM. What you gonna do when the world’s on fire?. Roberto Minervini. Grandfilm. 2020.

mit Untertiteln: englisch und deutsch

Junge Afro-Amerikaner*innen werden überproportional häufig Opfer von tödlicher Polizeigewalt. So auch im südlichen US-Bundesstaat Louisiana, aber hier haben sie noch einen weiteren Feind: der Ku-Klux-Klan ist auch im 21. Jahrhundert noch aktiv und terrorisiert die Schwarzen Communities. Als Regisseur Roberto Minervini Louisiana bereiste um dort eigentlich eine Dokumentation über die Musik der 1930er Jahre zu drehen, verwarf er angesichts der omnipräsenten Gewalt gegen Schwarze seine ursprünglichen Pläne. So fokussierte er sich für WHAT YOU GONNA DO WHEN THE WORLD IS ON FIRE? auf einige Protagonist*innen, die er in intimen Schwarz-Weiß-Bildern zeigt. Er trifft beispielsweise die Barbesitzerin Judy Hill, die durch ihre Lebenserfahrungen ihre Rolle als Schwarze Frau in der US-Gesellschaft reflektiert. Er zeigt die New Black Panther Party For Self-Defense in New Orleans, die versucht, die Nachbarschaft für Protestaktionen zu mobilisieren und praktische soziale Hilfe anzubieten. Und er verbringt Zeit mit dem 14-jährigen Ronaldo, der seinen jüngeren Bruder Titus auf das Leben vorbereitet – inklusive Boxunterricht und Lektionen darüber, was es bedeutet, Schwarz zu sein. Eindringliche Portraits, die sich zu einem Bild verdichten, welche Menschen hinter der Forderung #blacklivesmatter stehen und wie ihr alltäglicher Kampf gegen den Rassismus aussieht.

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Neue Bücher / New Books / Nuevos Libros

Januar / January / Enero / Gener 2021

1. Sinti in der DDR. Alltag einer Minderheit. Markus Hawlik-Abramowitz und Simone Trieder. Mitteldeutscher Verlag. 2020.

Es war die unmittelbare Folge der Vernichtungspolitik der Nazis, dass es in der DDR nur wenige Sinti gab. Die zurückkamen, kämpften um die Anerkennung als Verfolgte des Nationalsozialismus. Sinti waren zwar »normale« DDR-Staatsbürger, aber es gab für sie keine Anerkennung als ethnische Minderheit. In ihren Familienverbänden lebten sie in einer Art Parallelgesellschaft. An den Schnittstellen wie in Schulen und Ämtern waren nicht wenige Sinti gesellschaftlichem Rassismus ausgesetzt, denn in der DDR – wie in der Bundesrepublik – lebten die alten Vorurteile gegenüber den »Zigeunern« fort.

Das Buch stellt erstmals den Alltag der Sinti in der DDR einer breiten Öffentlichkeit vor. Die Aufnahmen von Markus Hawlik-Abramowitz beeindrucken durch die Nähe des Fotografen zu seinen Protagonisten. Sie entstanden im Rahmen seines Fotografie-Diploms 1983 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, wurden in der DDR jedoch nie gezeigt. Erst nach Hawliks Ausreise kam es im »Stern« zur teilweisen Publikation; ein Großteil der Fotoserie wird in diesem Buch erstmals veröffentlicht.

Simone Trieders Essay beschreibt einfühlsam, faktenreich und anekdotisch die Erlebniswelt von Sinti im ostdeutschen Sozialismus. Grundlage sind ihre Recherchen in vielen Archiven und Gespräche mit Zeitzeugen.


2. 200 Years Later: Commemorating the 200 year anniversary of the Abolition of the Transatlantic Slave Trade. Nadja Ofuatey-Rahal. AfricAvenir International e.V. & Werkstatt der Kulturen. 2008.

This reader was published on occasion of the event series „200 Years Later…“ in 2008, commemorating the 200 year anniversary of the official Abolition of the Transatlantic Slave Trade. At the center of this interdisciplinary festival stands the celebration of the mch neglected and therefore still widely unkown manifold strategies of resistance of African people/people of African descendents against Transatlantic Slave Trade and the cultural and artistic practices they developed on the basis of this resilience.

A specially produced exhibition of portraits of resistance fighters under the title „Portraits of Resistance against the Transatlantic Slave Trade and Slavery“ features at the heart of the festival, framed by workshops, lectures, film screenings, performances and concerts. The publication features the exhibited portraits as well as essays by eminent scholars such as Louise Marie Diop-Maes, Silviane A. Diouf, David Richardson, Joseph Yai Olabibyi Babalola, Howard Dodson, Horace Campbell and many others.


3. Cuando somos el enemigo. Activismo negro en España. Jeffrey Abe Pans. Editorial MEY. 2019.

 

Lo cierto es que los colectivos y organizaciones que, desde hace años, promovemos el empoderamiento de la población africana y afrodescendiente en españa, siempre debatimos sobre qué factores y estrategias son más favorables para mejorar la situación de nuestra comunidad.“

Jeffrey Abe Pans


4. Der Libertäre Atlantik. Unsere Heimat ist die ganze Welt. Tim Wätzold. Verlag barrikade. 2015.

Der libertäre Atlantik behandelt die Entstehung der Arbeiterbewegungen Südamerikas im Zusammenhang mit der europäische Massenmigration anhand der Untersuchungsländer Argentinien, Uruguay und Brasilien im Zeitraum 1870 bis 1920. Der Schwerpunkt liegt in der Analyse der soziokulturellen Transformationsprozesse im transnationalen historischen Vergleich. Durch Untersuchung der Entwicklung anhand von Institutionen, Diskursen sowie performativen, politischen als auch kulturellen Praktiken werden die transkulturellen Aspekte der kollektiven Identität als internationale Arbeiterbewegung behandelt. Diese vergleichbaren Praktiken im atlantischen Raum waren Teil der Subjektivierung des Internationalen Proletariats. Neben der Gründung von Gewerkschaften und Vereinen werden die damit verbundenen kulturellen Einrichtungen wie Schulen, Theater und Bibliotheken sowie die Alltags- und Freizeitgestaltung untersucht. Berücksichtigt werden die Entwicklung der Migration, Industrialisierung und Urbanisierung in den südamerikanischen Einwanderungsländern, die den Kontext bildeten für die Entstehung und Interaktion der Arbeiterbewegungen im libertären Atlantik.


5. Anarchist Cuba. Countercultural Politics in the Early Twentieth Century. Kirwin Shaffer. PM Press. 2019.

This is the first critical, in-depth study of the anarchist movement in Cuba in the three decades after the republic’s independence from Spain in 1898. Kirwin Shaffer shows that anarchists played a significant—until now little-known—role among Cuban leftists in shaping issues of health, education, immigration, the environment, and working-class internationalism. They also criticized the state of racial politics, cultural practices, and the conditions of children and women on the island. In the chaotic new country, members of the anarchist movement reinterpreted the War for Independence and the revolutionary ideas of patriot José Martí, embarking on a nationwide debate with the larger Cuban establishment about what it meant to be “Cuban.” To counter the dominant culture, the anarchists created their own initiatives—schools, health institutes, vegetarian restaurants, theater and fiction writing groups, and occasional calls for nudism—and as a result they challenged both the existing elite and the occupying U.S. military forces.

Shaffer also focuses on what anarchists did to prepare the masses for a social revolution. While many of the Cuban anarchists‘ ideals flowed from Europe, their programs, criticisms, and literature reflected the specifics of Cuban reality and appealed to Cuba’s popular classes. Using theories of working-class internationalism, countercultures, popular culture, and social movements, Shaffer analyzes archival records, pamphlets, newspapers, and novels, showing how the anarchist movement in republican Cuba helped shape the country’s early leftist revolutionary agenda.


6. Algiers, Third World Capital. Freedom Fighters, Revolutionaries, Black Panthers. Elaine Mokhtefi. 2018.

Following the Algerian war for independence and the defeat of France in 1962, Algiers became the liberation capital of the Third World. Elaine Mokhtefi, a young American woman immersed in the struggle and working with leaders of the Algerian Revolution, found a home here. A journalist and translator, she lived among guerrillas, revolutionaries, exiles, and visionaries, witnessing historical political formations and present at the filming of The Battle of Algiers.

Mokhtefi crossed paths with some of the era’s brightest stars: Frantz Fanon, Stokely Carmichael, Timothy Leary, Ahmed Ben Bella, Jomo Kenyatta, and Eldridge Cleaver. She was instrumental in the establishment of the International Section of the Black Panther Party in Algiers and close at hand as the group became involved in intrigue, murder, and international hijackings. She traveled with the Panthers and organized Cleaver’s clandestine departure for France. Algiers, Third World Capital is an unforgettable story of an era of passion and promise.


8. A Taste of Power. A Black Woman‘s Story. Elaine Brown. Anchor Books. 1994.

Elaine Brown assumed her role as the first and only female leader of the Black Panther Party with these words: “I have all the guns and all the money. I can withstand challenge from without and from within. Am I right, Comrade?” It was August 1974. From a small Oakland-based cell, the Panthers had grown to become a revolutionary national organization, mobilizing black communities and white supporters across the country—but relentlessly targeted by the police and the FBI, and increasingly riven by violence and strife within. How Brown came to a position of power over this paramilitary, male-dominated organization, and what she did with that power, is a riveting, unsparing account of self-discovery.

She describes her political awakening during the bohemian years of her adolescence, and her time as a foot soldier for the Panthers, who seemed to hold the promise of redemption. And she tells of her ascent into the upper echelons of Panther leadership: her tumultuous relationship with the charismatic Huey Newton, who would become her lover and her nemesis; her experience with the male power rituals that would sow the seeds of the party’s demise; and the scars that she both suffered and inflicted in that era’s paradigm-shifting clashes of sex and power. Stunning, lyrical, and acute, this is the indelible testimony of a black woman’s battle to define herself.


9. Die Revolte bin ich – 40 Jahre radikal. Teil I von II Bänden. Frans Scholten. edition assemblage. 2020.

Revolte und Bewegung – Die linksradikale Zeitschrift ‚radikal‘ ist seit 1976 (bis ins Jahr 2019) ein Teil dieser Symbiose. Insofern ist sie bis heute das Medium, welches sich über Aktion, Militanz und Revolte auseinandersetzt. Neben der Selbstdarstellung verschiedener Redaktionen und ihren jeweiligen Betrachtungsweisen fließen aber auch die Erfahrungen von Zeitzeug_innen mit ein, basierend auf persönlichen, ja autobiographischen Hintergründen, die, eingebettet in den jeweiligen Kontext, ihre Eindrücke und Ansätze vermitteln. So entsteht allmählich ein oszillierendes Bild linksradikaler Geschichte, über die Beat-Revolte in Leipzig zur Revolte ‘68 hin zu den Spontis, zu den K-Gruppen bis zum bewaffneten Kampf sowie der neuen Umweltbewegung und den späteren Hausbesetzungen. Für ein Anti-Geschichtsbuch, wie es sich der Autor vorstellen mag, braucht es allerdings mehr als eine originelle Zeitreise, es braucht eine weiterführende Vorstellung von einer linksradikalen Bewegungslehre; genauso wie es eine Bereitschaft dazu braucht, sich auf die Vielfalt einzulassen, die eine Genealogie der Revolte voraussetzt, um sich selbst neu bestimmen zu können.


10. SPIEL/GAME/JOC: La Batalla de Can Vies. Gall Negre – Jocs de taula. 2020.

La Batalla de Can Vies és un joc de taula ambientat en el conflicte que es va viure al barri de Sants i a la ciutat de Barcelona quan es va intentar desallotjar el CSA Can Vies, al mes de maig de l’any 2014. És un joc d’estratègia asimètric per a dues o més jugadores, on els dos bàndols enfrontats -institucions i moviments socials- hauran de rivalitzar i competir per derrotar a l’altre. Lluitant als carrers de Sants per enderrocar o impedir l’enderroc de Can Vies, procurant mantenir quotes de popularitat acceptables al llarg del conflicte, o intentant que aquest últim desbordi i s’estengui a Barcelona i més enllà.

Escull si vols comandar les forces policials, polítiques i mediàtiques fent-te càrrec de les institucions públiques. O, si pel contrari, el teu cor rebel et porta a voler coordinar la multitud que s’ha aplegat als carrers, liderant els moviments socials en aquest moment de revolta.


11. The International Brigades. Fascism, Freedom and the Spanish Civil War. Giles Tremlett. Bloomsbury. 2020.

The Spanish Civil War was the first armed battle in the fight against fascism, and a rallying cry for a generation. Over 35,000 volunteers from sixty-one countries around the world came to defend democracy against the troops of Franco, Hitler and Mussolini.

Ill-equipped and disorderly, yet fuelled by a shared sense of purpose and potential glory, disparate groups of idealistic young men and women banded together to form a volunteer army of a size and kind unseen since the Crusades, known as the International Brigades. These passionate liberal fighters – from across Europe, China, Africa and the Americas – would join the Republican cause, fighting for over two years on the bloody battlegrounds of Madrid, Jarama and Ebro.


12. Corcel de fuego. Lucía Sánchez Saornil. Edición: Nuria Capdevila-Argüelles. Colección Torremozas. 2020.

LUCÍA SÁNCHEZ SAORNIL (Madrid, 1895-Valencia, 1970) fue una voz excepcional en el movimiento literario de vanguardia conocido como Uötraísmo. Publicó sus poemas en algunas de las revistas más significativas de la Edad de Plata: Avante, Los Quijotes, Grecia, Cervantes o Ultra, entre otras. El origen proletario de esta autora intensificó su compromiso social, gracias también a su militancia en el movimiento anarquista. Su lucha la llevó a convertirse en una de las fundadoras de Mujeres Libres y, tras el final de la Guerra Civil, cesó su actividad pública política y cultural.

Corcel de fuego reúne la labor literaria, tanto de poesía como de prosa, de Lucía Sánchez Saornil comprendida entre los años 1913 y 1933. Esta edición, a cargo de Nuria Capdevila-Argüelles, incorpora además cincuenta y seis nuevos textos no recogidos hasta ahora en libro, lo que nos permite ahondar en la evolución literaria de la poeta y en su trayectoria intelectual.


13. Aproximación al papel de las mujeres dentro de los Grupos Autónomos de la Transacción: testimonios para la reflexión y la memoria. Irene Cardona Cucó. 2015/2016. Descontrol.

Este trabajo es una pequeña inmersión antropológica a la experiencia de las mujeres que participaron en la lucha de los grupos autónomos libertarios durante la época de la Transacción democrática.

Partiendo de una perspectiva epistemológica feminista, enfocar la investigación en los testimonios de mujeres que no han tenido un lugar desde el que enunciar su discurso o la refexión de sus vivencias implica una voluntad de generar reconocimiento en torno a las distintas violencias que han sufrido, pero, sobre todo, de su lucha, de las resistencias que intentarion y de su contribución a la historia.

Más allá, la autora plantea como imprescindible la construcción de sus memorias particulares para que éstas puedan ser incorporadas a la memoria colectiva de un periodo y unas luchas invisibilizadas, para poder acercarnos mejor a los hechos y construir, a la vez, imaginarios en¡ los que las mujeres no estemosexcluidas.


14. ¿Y qué hacemos con los violadores? Perspectivas anarquistas sobre cómo afrontar la violencia sexual y otras agresiones machistas. Heura Negra y Descontrol Editorial. 2020.

Esta compilación es una aportación, para revisar qué no funciona, donde nos equivocamos, cuáles son los posibles caminos, qué opciones tenemos, hacia donde nos dirigimos… e intentar responder la pregunta de “Y qué hacemos con los violadores?” sin dogmas, con la mente abierta, con mucha convicción y predisposición a la escucha. Porque las vidas destrozadas por estas formas de opresión nos exigen respuestas efectivas y creativas.

 

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Neue Bücher / New Books / Nuevos Libros

Dezember / December / Diciembre / Desembre 2020

1. (MAGAZIN) Común. Magazins für stadtpolitische Interventionen. #4November2020

In der ersten Dezemberwoche ist die vierte Ausgabe des Magazins Común erschienen. Ihr findet darin wieder einen spannenden Mix von Beiträgen rund um das Thema Recht auf Stadt. Wir stellen verschiedene Initiativen vor, beschäftigen uns im Schwerpunkt mit Commons als soziale Infrastruktur, fragen nach dem Zusammenhang von Klimapolitik und Stadt, schauen auf Mieter*innenkämpfe in Rumänien und New York, berichten von den „Superblocks“ in Barcelona und beleuchten den Begriff des Gemeinwohls oder die Bedeutung von Gesundheitspolitik im Stadtteil. Und natürlich ist das Magazin wieder wunderschön geworden.


2. Feminist city. Leslie Kern. Unrast. 2020

Die Stadt ist ein ständiger Schauplatz des Kampfes zwischen den Geschlechtern. Feministische Fragen nach Sicherheit und Angst, bezahlter und unbezahlter Arbeit, Rechten und Repräsentation demontieren das, was wir für selbstverständlich halten und über Städte und Freiräume zu wissen glauben. Doch vielleicht liegt in der Stadt ja auch unsere beste Chance, neue soziale Beziehungen zu gestalten, die auf Fürsorge und Gerechtigkeit basieren?

Um gemeinsam gerechtere, nachhaltigere und solidarischere Städte zu schaffen, müssen die Barrieren, die Frauen unterdrücken (sollen), überwunden, muss städtischer Raum beansprucht werden. Mit Feminist City kartiert Leslie Kern die Stadt aus neuen Blickwinkeln. Sie schreibt über die Freuden und Gefahren des Alleinseins, widmet sich Themen wie Angst, Mutterschaft, Freundschaft und Aktivismus. Sie entwirft einen feministischen, intersektionalen Ansatz, mit dem Städte historisch neu betrachtet werden können und der uns die Augen öffnet für Wege in eine lebenswerte urbane Zukunft.


3. kein vergessen. Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland nach 1945. Thomas Billstein. Unrast. 2020

Über 300 Menschen wurden nach dem 2. Weltkrieg in Deutschland durch rechtsmotivierte Gewalttäter gejagt, verfolgt, verprügelt, gefoltert, misshandelt und getötet. Zu Opfern wurden die ermordeten Menschen – Jüd*innen, People of Color, Sinti*ze und Rom*nja, Punks, Obdachlose, Antifas – einzig und allein aufgrund ihrer Herkunft, ihres Aussehens, ihrer Religion, ihrer Lebensweise oder ihres politischen Engagements. Kein Vergessen ist die erste vollständige Dokumentation bekanntgewordener tödlicher Gewalttaten durch Rechte in Deutschland nach 1945.

Jede einzelne Falldarstellung enthält neben der Beschreibung des Tathergangs auch Informationen zur juristischen Strafverfolgung, zur Täterstruktur und zu den Tatmotiven. Ergänzt wird sie jeweils durch ein illustriertes Porträt des Opfers.

Das Buch will nicht nur der Opfer gedenken, sondern auch auf die unvermindert drohende Gefahr durch rechte Gewalt aufmerksam machen. Der Autor erklärt daher einleitend, was genau rechte Gewalt ist und wie sie sich von anderen Gewaltverbrechen abgrenzen lässt. Tatmotive wie Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus oder auch Sozialdarwinismus werden erläutert und Statistiken zu Gewaltverbrechen aufgeführt.


4. Writings on the wall. CrimethInc. Communiqués 2012-2020. Unrast. 2020

CrimethInc. ist eine Allianz von Rebell*innen – ein dezentrales Netzwerk aus den USA, das sich dem Ausbruch aus den Gefängnissen unserer Zeit verpflichtet hat und danach strebt, die Welt nach den Prinzipien der Selbstbestimmung und der gegenseitigen Hilfe neu zu erfinden.

Mit Writings on the Wall liegt nun eine weitere Sammlung von Texten vor, die die Schwerpunkte des Kollektivs widerspiegelt, die sich in den vergangenen Jahren etabliert haben: theoretische Essays über einen Anarchismus der Gegenwart, Berichte von bedeutsamen Protesten und Aufständen sowie Analysen der sozialen Bewegungen der letzten Jahre.

Der Sammelband ermöglicht einen Einblick in die revolutionäre, anarchistische Theorie des Kollektives, begibt sich auf Streifzüge in die Analysen von Erfahrungen innerhalb der radikalen Bewegungen weltweit und schließt mit aktuellen Berichten (von Rojava bis Minneapolis) ab.


5. Laboratorio Favela. Violencia y política en Río de Janeiro. Textos, discursos y cronología de Marielle Franco. Tinta limón. 2020

Marielle Franco (Río de Janeiro, 27 de julio de 1979), fue una socióloga y política brasileña. Nació y se crió en la favela Complexo da Maré, y allí comenzó su militancia por los derechos humanos. En 2016 fue electa concejala para la Cámara Municipal de Río de Janeiro. Fue nombrada relatora de la comisión encargada de monitorear la intervención federal decretada por Michel Temer en esa ciudad. Esta medida extendía la militarización que Marielle ya denunciaba en las favelas, y que implicaba la violación sistemática de los derechos humanos. En ese contexto, el 14 de marzo de 2018 por la noche, cuando volvía a su casa en auto, fue asesinada por un grupo de sicarios.


6. Frauen im Widerstand. Deutsche politische Häftlinge im Frauen-KZ Ravensbrück: Geschichte und Nachgeschichte. Herausgegeben im Auftrag der Mhan- und Gedenkstäatte Ravensbruck von Henning Fischer. Metropol. 2020

Die Ausstellung widmet sich den Biografien von deutschen politischen Häftlingen des Frauen-KZ Ravensbrück. Beginnend in der prägenden Zeit der Weimarer Republik, werden die Lebensgeschichten über den Widerstand und die Verfolgung nach 1933 bis in die Zeit in den Gefängnissen und Lagern des NS-Regimes nachgezeichnet. Darüber hinaus steht auch das politische Wirken in beiden deutschen Staaten nach 1949 und in den 1990er Jahren im Fokus.

Eingebunden in die politische Geschichte des 20. Jahrhunderts stehen im Zentrum der Ausstellung Porträts von acht Frauen aus der ArbeiterInnenbewegung: Kommunistinnen, Sozialdemokratinnen, Sozialistinnen, solche ohne Parteibindung und Anarchistinnen. Ihre Lebenswege in DDR und BRD sind in ihren beeindruckenden wie widersprüchlichen Momenten beschrieben und in Verbindung und Kontrast dargestellt.

Neben Fotografien, Briefen und Dokumenten der politischen Aktivität der politischen Häftlinge werden auch Video- und Audio-Sequenzen präsentiert sowie eine große Zahl Fotografien von Lagerobjekten. Diese wurden der Mahn- und Gedenkstätte seit den 1950er Jahren von Überlebenden übergeben und begründeten deren umfangreiche Sammlung.


7. Labor 89. Intersektionale Bewegungsgeschichte*n aus West und Ost. Peggy Piesche. Yilmaz-Günay. 2019

30 Jahre Mauerfall, 30 Jahre deutsch-deutsche Vereinigung: Jahrestage wie diese sollten Anlass dafür geben, die kollektive Erinnerung neu zu sortieren und auszurichten, Orientierungen und Werte neu zu verhandeln. Erinnerungskultur muss deshalb mehr als nur die Mehrheitsgesellschaft im Gedächtnis behalten. Labor 89 offeriert intersektionale Perspektiven auf die Wendezeit. In acht Porträts erzählen politische Aktivistinnen* aus Schwarzen, People of Color- und/oder queer* feministischen Positionierungen über gesellschaftliche Kämpfe für Gleichberechtigung und Selbstbestimmung. Sie loten die Möglichkeiten und Grenzen politischer Partizipation aus, erinnern an historische Ereignisse, Debatten, Aktionen und Community-übergreifende Projekte und füllen die Zeit zwischen Mitte der 1980er und Mitte der 1990er Jahre mit ihren Geschichte*n.


8. (FILM). Zusammen haben wir eine chance. Eine Dokumentation über selbstorganisierte antirassistische Bewegugen und Kämpfe seit der Wende aus der Perspektive rassismusbetroffener Menschen in Deutschland. Nadiye Ünsal, Tijana Vukmirovic, Zerrin Günes. Yilmaz-Günay. 2018

Aus der Perspektive rassismusbetroffener Menschen dokumentiert der Film antirassistische Bewegungen und Kämpfe seit der Wende. Er bringt bisher nicht erzählte Erfahrungen und Perspektiven zusammen und untersetzt diese mit Archivmaterial. Gemeinsam mit Aktivist*innen aus der Schwarzen deutschen Community, Geflüchteten, Nachkommen der «Gastarbeits»-Generation, einer Mapuche-Aktivistin und anderen Zeitzeug*innen erzählt der Film von Selbstorganisierung, Solidarisierung und Widerstandsorten im Kampf gegen Rassismus, Kapitalismus und (Hetero-) Sexismus. Pogrome gegen People of Color wie in Rostock-Lichtenhagen 1992, der Brandanschlag in Mölln 1992, der Mord an Oury Jalloh 2005 und die NSU Mordserie, die 2011 aufflog, waren einige Anlässe, aber längst nicht die einzigen, die die Aktivst*innen zusammenkommen ließen. Der Film schafft eine Gegennarration zu weiß-hegemonialen Darstellungs- und Erzählweisen antirassistischer Bewegungen. Das «Activistar Film and Video Productions Collective», ein Kollektiv von Berliner Frauen of Color, sieht in dem Film selbst politischen Aktivismus, der die Frage in den Mittelpunkt stellt, wie der aktuelle Aktivismus aus dieser Geschichte lernen kann – und wie es zusammen weitergehen kann.


9. The Queer Intersectional in Contemporary Germany. Essays on Racism, Capitalism and Sexual Politics. Christopher Sweetapple (ed.). Psychosozial-Verlag. 2018. 

Anti-racist and queer politics have tentatively converged in the activist agendas, organizing strategies and political discourses of the radical left all over the world. Pejoratively dismissed as »identity politics«, the significance of this cross-pollination of theorizing and political solidarities has yet to be fully countenanced. Even less well understood, coalitions of anti-racist and queer activisms in western Europe have fashioned durable organizations and creative interventions to combat regnant anti-Muslim and anti-migrant racism within mainstream gay and lesbian culture and institutions, just as the latter consolidates and capitalizes on their uneven inclusions into national and international orders. The essays in this volume represent a small snapshot of writers working at this point of convergence between anti-racist and queer politics and scholarship from the context of Germany. Translated for the first time into English, these four writers and texts provide a compelling introduction to what the introductory essay calls »a Berlin chapter of the Queer Intersectional«, that is, an international justice movement conducted in the key of academic analysis and political speech which takes inspiration from and seeks to synthesize the fruitful concoction of anti-racist, queer, feminist and anti-capitalist traditions, movements and theories.


10. La claveguera marró. L‘NSU i el terror neonazi a Alemanya. Roger Suso. Tigre de paper. 2016

La imatge idíl·lica d’Alemanya va quedar en paper mullat quan, l’any 2011, un escamot neonazi responsable de tres atemptats amb bomba, quinze robatoris a bancs i una desena d’assassinats comesos arreu del país entre 2000 i 2007 va ser descobert. Menys una dona policia, la resta de les víctimes eren migrants. L’escamot, conegut com a NSU, estava empeltat en el moviment neonazi de tot el país i envoltat per informants pagats per diferents organismes de seguretat i d’espionatge de l’Estat alemany, un estat que va encobrir-los i que va investigar les morts basant-se en clixés i prejudicis racistes. A més d’endinsar-se en la trama de l’NSU, La claveguera marró és un viatge per tota la història recent de la violència neonazi a Alemanya, des de la Segona Guerra Mundial fins avui.

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27. Ευρώπη

Nr. 27 B. Ελλάδα

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