19.04.15 // Lesung: Marielas Traum

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MARIELAS TRAUM: EIN POLITTHRILLER AUS KOLUMBIEN. EINE FIKTIVE GESCHICHTE – DIE DOCH GENAU SO STATTGEFUNDEN HABEN KÖNNTE.

Eher fließt Wasser flussaufwärts, als dass ein Vertriebener sein Land zurückbekommt – oder dass ein General für seine Verbrechen ins Gefängnis geht“, sagt der alte Eugenio, Marielas Vater. _ Schon Marielas Eltern haben an den Ufern des Chitandó, im kolumbianischen Dschungel, ein Stück Land urbar gemacht. Doch rechte Paramilitärs dringen in die Region vor. Brutal vertreiben die bewaffneten Männer die Menschen aus Marielas Dorf. Und Oberst Montenegro und sein Verbündeter Héctor setzen alles daran, dass die Dorfbewohner niemals an den Chitandó zurückkehren. Doch Mariela und die Ihren sind nicht allein. Der Anwalt Felipe hilft ihnen, das Recht auf ihr Land einzuklagen. Felipe will die Verantwortlichen für Mord und Vertreibung vor Gericht bringen. Damit fordert er mächtige Interessen heraus. Wie gefährlich das ist, erkennt auch die junge Deutsche Beata. Sie war nur für ein Praktikum bei Felipe nach Kolumbien gekommen. Aber die Menschen vom Chitandó wachsen Beata ans Herz. Und ihr wird klar, dass die Palmölplantagen, die auf dem geraubten Land angelegt werden, auch für den europäischen Markt produzieren.

Millionen Menschen weltweit sind von Landgrabbing betroffen, was dazu führt, dass Kleinbäuer_innen ihre Lebensgrundlage verlieren, während agroindustrielle Großprojekte weiter ausgedehnt werden, vielfach um für den reichen Norden zu produzieren, z.B. Palmöl für die Deckung des Energierbedarfs in Europa. „Eher fließt das Wasser flussaufwärts, als dass ein Vertriebener sein Land zurückbekommt – oder dass ein General für seine Verbrechen ins Gefängnis geht“, sagt der alte Eugenio, Marielas Vater. „Marielas Traum“, der erste literarische Text der Autorin Alexandra Huck, ist ein spannender Roman, ein Politthriller aus Kolumbien, eine fiktive Geschichte – die doch genau so stattgefunden haben könnte.

Mariela und die Menschen in ihrem Dorf stehen einer erdrückenden Übermacht gegenüber. Doch sie sind entschlossen, den Kampf um ihr Land aufzunehmen. Mariela wächst an den Ufern des Chitandó auf, wo ihre Eltern im kolumbianischen Dschungel ein Stück Land urbar gemacht haben. Immer weiter dringen indes Paramilitärs in die Region vor. Sie haben auch Marielas Vettern Jhon und Alexis im Visier. Brutal vertreiben die bewaffneten Männer die Menschen aus Marielas Dorf. Und Oberst Montenegro und sein Verbündeter Héctor setzen alles daran, dass die Dorfbewohner niemals an den Chitandó zurückkehren. Doch Mariela und die Ihren sind nicht allein. Der erfahrene Anwalt Felipe hilft ihnen, ihr Recht auf das Land am Chitandó einzuklagen. Felipe will die Verantwortlichen für Mord und Vertreibung vor Gericht bringen – und fordert damit mächtige Interessen heraus. Wie gefährlich das ist, lernt schnell auch die junge Deutsche Beata. Sie war eigentlich nur für ein Praktikum bei Felipe und seinen Kollegen nach Kolumbien gekommen. Aber die Menschen vom Chitandó wachsen Beata ans Herz, und ihr wird klar, dass die Plantagen, die auf dem geraubten Land angelegt werden, auch für den europäischen Markt produzieren werden. Der Roman erzählt nicht nur die Geschichte von Marielas persönlichem Kampf für Gerechtigkeit sondern erzählt auch davon, wie Menschen inmitten des bewaffneten Konfliktes in Kolumbien die Hoffnung aufrecht erhalten.

 

Die Autorin:

Alexandra Huck wurde 1969 in Baden-Württemberg geboren und hat Politikwissenschaft, Romanistik und Volkswirtschaftslehre studiert. In Kolumbien war sie 1999 zum ersten Mal und ist seither vielfach dorthin gereist, u.a. zu Recherchen für _Marielas Traum_. Seit mehr als zehn Jahren lebt Alexandra Huck in Berlin und hat in dieser Zeit verschiedentlich Sachtexte zu Kolumbien verfasst. Mit Marielas Traum legt sie ihren ersten Roman vor. Sie arbeitet seit mehr als zehn Jahren bei der Organisation kolko – Menschenrechte für Kolumbien e.V., s. www.kolko.de [1]

 

# 17:oo Uhr NewYorck im Bethaninen,  Mariannenplatz 2a X-Berg

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